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Das Marienandachtsbuch aus Schrattenthal

Detail aus dem Buch von Schrattenthal 1501
© NÖ Landesbibliothek

In der Niederösterreichischen Landesbibliothek befindet sich auch das älteste gedruckte Buch Niederösterreichs aus Schrattenthal im Jahre 1501.  Es handelt sich um ein von Michel François verfasstes lateinisches Marienandachtsbuch der Bruderschaft von den Sieben Schmerzen Mariae.


Detail aus dem Buch von Schrattenthal 1501
© NÖ Landesbibliothek
François, Michel:
Quodlibetica decisio perpulchra et devota de septem doloribus christifere virginis Mariae ac communi et saluberrima confraternitate desuper instituta ad eius honorem et gloriam
[Kolophon: Et sic est finis totius huius quodlibetice decisionis. Cum offitio et missa de doloribus seu passione beatissime virginis Marie. Impressum Schratnthal in Austria, Anno domini Millequingentesimo primo vicesimo de mensis Marci]
Schrattenthal, 1501. - [54] Bl. : Ill.
Sign.: 35.176 B

Detail des Babenbergerstammbaums von Ladislaus Suntheim
© NÖ Landesbibliothek

Zum Hintergund:
Nachdem die antike Buchrolle aus Papyrus im 4. Jahrhundert vom handgeschriebenen Kodex aus Pergament verdrängt worden war, beherrschte diese neue Buchform die europäische Buchproduktion bis zur Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg um 1450. Die bis zum Ende des Jahres 1500 in der neuen Buchdrucktechnik hergestellten Bücher werden als Inkunabeln oder Wiegendrucke bezeichnet und besitzen einen besonderen Sammlerwert. Aus dem heutigen Niederösterreich (ohne Wien) ist jedoch keine Inkunabel bekannt, als ältestes gedrucktes Buch Niederösterreichs ist der Frühdruck aus Schrattenthal vom 20. März 1501 anzusehen. Gleichwohl besitzt die NÖ Landesbibliothek auch einige Inkunabeln, wie zum Beispiel ein Exemplar des berühmten "Liber chronicarum" von Hartmann Schedel, Nürnberg 1493, weiters auch ein Exemplar "Der löblichen Fürsten und des Landes Oesterreich Altherkommen und Regierung" von Ladislaus Suntheim, Basel 1491. Das Bild links zeigt einen Ausschnitt aus dem darin enthaltenen Stammbaum der Babenberger.




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