Kunst im öffentlichen Raum - Aktivitäten
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Aktivitäten 2012
Eröffnung der Ausstellung
L'Éducation de Rosette
Bertha von Suttner und der Kaukasus
am Samstag, den 26. Mai 2012, um 16.00 Uhr
im Schüttkasten und Garten des Schlosses Harmannsdorf
Seit 2009 lädt Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich zusammen mit dem Internationalen Bertha von Suttner Verein nationale und internationale KünstlerInnen ein, ihren Blick auf die vielschichtige Persönlichkeit der Bertha von Suttner zu richten. Beschäftigte sich die Ausstellung „Bertha von Suttner Revisited" 2009 stärker mit der gesellschaftspolitischen Dimension der Friedensnobelpreisträgerin und jene mit dem Titel „Die edlen Früchte und die Gouvernante" 2010 mit dem sozialen Status der Adeligen als Gouvernante im Dienste der Suttners im Schloss Harmannsdorf, wird 2012 ebendort Bertha von Suttners Zeit im vermeintlich wilden, tatsächlich aber vom europäischen Adel durchwachsenen Kaukasus von 8 verschiedenen künstlerischen Positionen beleuchtet mit Arbeiten von:
Josef Dabernig, Katrina Daschner, Stefan Frankenberger, IRWIN, Helmut & Johanna Kandl, Sonia Leimer, Markus Schinwald, Nino Sekhniashvili
Ausgehend vom Einakter der jungen Bertha, „L'Éducation de Rosette", entdeckt von Helmut & Johanna Kandl im Genfer Völkerbundarchiv, thematisiert die gleichnamige von Brigitte Huck kuratierte Schau jene Zeit im Leben der Friedensaktivistin, als sie mit Arthur Gundaccar von Suttner an den Hof der Fürstin Dadiani von Mingrelien floh, um die familiären und gesellschaftlichen Konventionen ihrer unstandesgemäßen Ehe hinter sich zu lassen.
„L'Éducation de Rosette - Bertha von Suttner und der Kaukasus" ist zu sehen und zu hören bis 9. September 2012 im Schüttkasten und Garten des Schlosses Harmannsdorf.
3713 Harmannsdorf 1, Freitag von 16.00 bis 19.00 Uhr / Samstag und Sonntag von 13.00 bis 19.00 Uhr
Shuttlebus von Wien nach 3731 Harmannsdorf am 26. Mai ab Wien, Universität, Grillparzerstraße/Ecke Rathauspark, Abfahrt: 14:30 Uhr, Rückfahrt: ca. 19.00 Uhr. Um Anmeldung bis 24. Mai wird gebeten unter: (0)2742 9005 16273, Unkostenbeitrag: 5 EUR
Am Samstag, den 09. Juni 2012 führt die Landpartie III zur Ausstellung:
Treffpunkt Wien Universität, Grillparzerstraße/Ecke Rathauspark 10.00 Uhr Zustieg möglich am Bhf. in Stockerau um 10.45 Uhr
Preis EUR 17 / Reservierungen NÖ Landesreg., Abt. Kunst und Kultur / +43 2742 9005 16273,
E-Mail: publicart@noel.gv.at
Eröffnung
twotiming
von Oliver Hangl
am Samstag, den 19. Mai 2012, um 16.00 Uhr in Orth/Donau
Bezugnehmend auf die Geschichte des Schlosses Orth und das aktuelle Thema der Jahresausstellung „Das verborgene Renaissance-Juwel Schloss Orth" stellt der Medien- und Performancekünstler Oliver Hangl in der Reihe Alltagskultur und Gegenwartskunst im dort situierten museumORTH, kuratiert von Hilde Fuchs, zwei radikale und nachhaltig bedeutende Entdeckungen der Renaissance ins Zentrum seiner Arbeitsserie twotiming, PERSPEKTIVE und IDENTITÄT.
Twotiming geht den Erscheinungs- und Anwendungsformen dieser Phänomene auf unterschiedlichste Weise nach, wobei die formale Umsetzung fließend ist. Der Arbeitsprozess beinhaltet den Einsatz und die künstlerische Erforschung der gestellten Thematiken von und in mehreren audiovisuellen Medien, wobei weitere Sinne mit einbezogen werden.
Ausgehend vom Phänomen der stereoskopischen Fotografie und der Existenz des dadurch entstehenden Bildes allein als Ergebnis intellektueller menschlicher Wahrnehmungsfähigkeit, als Abenteuer im Kopf, nicht als physische Gegebenheit, steht die auf Zweikanalität basierende Wahrnehmung im Zentrum des künstlerischen Interesses und des für die Besucher Erlebbaren. Duale Eindrücke performed in verschiedenen Medien mit unterschiedlichen Sinnen von Besucherseite erfassbar, bringt twotiming und zwar bis 1. November 2012 täglich im museumORTH (9 - 18 Uhr, ab Okt. 9 - 17 Uhr). www.museum-orth.at
Shuttlebus von Wien nach Orth a. d. Donau ab Wien, Universität, Grillparzerstraße / Ecke Rathauspark, Abfahrt: 14:30 Uhr, Rückfahrt: ca. 18.00 Uhr. Um Anmeldung bis 16. Mai wird gebeten unter (0)2742 9005 16273, Unkostenbeitrag: 5 EUR
Eröffnung der Ausstellung
ERINNERUNG.EREIGNIS.KUNST
Geschichte und Gedenkkultur in Erlauf seit 1945
kuratiert von Johanna Zechner
am Samstag, dem 12. Mai 2012 um 17.00 Uhr in 3252 Erlauf
Aus drei verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet die Ausstellung ERINNERUNG.EREIGNIS.KUNST, Geschichte und Gedenkkultur in Erlauf seit 1945 das historische Ereignis des Zusammentreffens der Generäle S. E. Reinhart (USA) und D. A. Dritschkin (UdSSR) zu Kriegsende 1945 und die daraus resultierende Gedenkkultur in der Friedensgemeinde Erlauf.
Während der Ausstellungsteil ERINNERUNG nachzeichnet, wie und über welche Wege seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts des Endes des Zweiten Weltkrieges gedacht wurde, rückt im Kernbereich EREIGNIS das Zusammentreffen am 8. Mai des Jahres 1945 in den Mittelpunkt. Anhand von Fotos, Dokumenten, Zeitzeugenberichten, Filmmaterial und Hörstationen werden die historischen Umstände vor Ort anschaulich dokumentiert und auf diese Weise vergegenwärtigt.
Im Abschnitt KUNST wird schließlich gezeigt, welchen künstlerischen Niederschlag die Entstehung und Entwicklung einer spezifischen Gedenkkultur nach dem historischen Ereignis in Erlauf gefunden hat. Dabei wird auch deutlich, wie sehr die verschiedenen Kunstwerke im öffentlichen Raum Niederösterreichs bzw. Erlaufs Teil und Ergebnis dieses Prozesses sind.
Nachspüren kann man all dem vom 12. Mai bis zum 28. September 2012 an jenem Ort, an dem Dritschkin und Reinhart aufeinander trafen: im ehemaligen Wohnhaus der Maria Scheichelbauer, dem heutigen Gemeindeamt Erlauf.
Shuttlebus von Wien nach Erlauf ab Wien, Universität, Grillparzerstraße / Ecke Rathauspark, Abfahrt: 15:15 Uhr, Rückfahrt: ca. 22.00 Uhr. Um Anmeldung bis 10. Mai wird gebeten unter (0)2742 9005 16273, Unkostenbeitrag: 5 EUR
Eröffnung
der Ausstellung „Weikendorf"
von Petra Feriancova
am Samstag, den 05. Mai 2012, um 15.00 Uhr
Kunstraum Weikendorf
Die Spiegelung der Gemeinde Weikendorf unabhängig von physikalischen Gesetzen bedeutet Petra Feriancovas aktuelle Arbeit im Kunstraum Weikendorf. Als Blick von innen, aus dem Monument Kunstraum Weikendorf heraus, gespiegelt von der Rückwand desselben, versteht sich der Kunstgriff der bildenden Künstlerin aus dem unmittelbar benachbarten Bratislava. Wie schon in früheren Arbeiten beschäftigt sich Petra Feriancova mit dem Gegebenen, dem Vorgefundenen und hebt ebendieses auf ein imaginäres Podest. So wie das auch schon Michael Kienzer mit dem Ausbau des alten Zeughauses in Weikendorf zum Kunstraum 2007 gelungen ist. Als Mittel wählt die Künstlerin das Medium der analogen S/W-Fotografie, der eine avantgardistische Wirkung anhaftet und im Zeitalter der Digitalisierung eine Aura von wahrhaft künstlerischem Handwerk. Petra Feriancova spielt mit dem Blick einer von außen Kommenden, mit den Begriffen Fremd- und Eigenbild und fordert im Laufe der Ausstellung, die bis 09. September 2012 zu sehen ist, die Weikendorfer Bevölkerung auf, ihrem Fremdblick deren Eigenblick auf bzw. von Weikendorf mit persönlichen Fotografien zum Thema gegenüber zu stellen.
Shuttlebus von Wien nach Weikendorf ab Wien, Universität, Grillparzerstraße / Ecke Rathauspark,
Abfahrt: 13:45 Uhr, Rückfahrt: ca. 17:30 Uhr. Um Anmeldung bis 3. Mai wird gebeten unter (0)2742 9005 16273, Unkostenbeitrag: 5 EUR
Eröffnung
der Platz- und Brunnengestaltung
„Schwarze Schafe"
von Peter Sandbichler
am Samstag, den 28. April 2012, um 14.00 Uhr
Kleiner Marktplatz, 2000 Stockerau
Am Beginn war der Wunsch der Gemeinde Stockerau nach einer Brunnengestaltung zu Ehren der mit der Stadt verbundenen Gestalt des Hl. Koloman, am Ende eine zeitgemäße Platzgestaltung des Künstlers Peter Sandbichler. In Kooperation mit Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich und als Ergebnis eines geladenen Wettbewerbs entstand die aktuelle künstlerische Lösung am Kleinen Marktplatz in Stockerau. Der Heiligenlegende folgend nahm Peter Sandbichler die Auseinandersetzung des Jerusalem-Pilgers mit ihm begegnenden xenophoben Tendenzen und sein damit in Zusammenhang stehendes Märtyertum zum inhaltlichen Ausgangspunkt und schuf eine Ansammlung von Betonkuben unterschiedlicher Höhe, stellvertretend für eine heterogene Gesellschaft, deren ausgrenzenden Tendenzen es entgegen zu treten gilt.
Das sanft ansteigende Niveau der wasserbedeckten Betongussgestaltung ermöglicht ein Betreten derselben, wobei die nicht „gefluteten" Quader als Sitzgelegenheit genutzt werden können. Der Facettenreichtum menschlichen Seins wird innerhalb dieser neuen Platzgestaltung veranschaulicht und dass ein Miteinander die besten Chancen für jeden einzelnen Teil der Gemeinschaft bietet. Die sachlich konstruktive Umsetzung des begehbaren Brunnens innerhalb geometrischer Strukturen steht in spannendem Kontrast mit der bewegten Gliederung der Betonkuben und erhält zusammen mit dem einströmenden Wasser dadurch seine lebendige Wirkung.
Shuttlebus von Wien nach Stockerau ab Wien, Universität, Grillparzerstraße / Ecke Rathauspark, Abfahrt: 13:00 Uhr, Rückfahrt: ca. 16:00 Uhr. Um Anmeldung bis 26. April wird gebeten unter (0)2742 9005 16273, Unkostenbeitrag: 5 EUR
Eröffnung des Projekts
LADY VENUS VON WILLENDORF
von Ursula Hübner
am Samstag, den 31. März 2012, um 15 Uhr
an der Fundstelle der Venus von Willendorf
3641 Willendorf Nr. 4
Bühne frei für eine neu Venus in Willendorf!
Zum dritten Mal bereits öffnet sich der Vorhang der im Jubiläumsjahr 2008 zur Kurzpräsentation der historischen Venus installierten Glasvitrine an ihrem Fundort in Willendorf für einen zeitgenössischen Blick auf diese Symbolfigur der Weiblichkeit.
Während Karin Frank die Venus in einer Paarbeziehung zeigte und Anne Schneider den venusischen Geburtsprozess noch vor jeglicher Geschlechterprägung thematisierte, befasst sich Ursula Hübner mit dem erotischen Selbstbewusstsein innerhalb des „New Burlesque" und lädt die Willendorfer Vitrine auf mit Symbolen und Assoziationen kokettierender Weiblichkeit. Mit Mitteln der Bricolage-Technik und ebenso inspiriert von der Motivik des Surrealismus verknüpft sie gefundene und ausgegrabene Dinge und Gedanken miteinander und formt damit ihre Idee von einem selbst bestimmten weiblichen Rollenspiel wie sie die Vertreterinnen dieser revueähnlichen Tanzperformances zeigen.
Shuttlebus von Wien nach Willendorf:
Ab Wien, Universität, Grillparzerstraße / Ecke Rathauspark, Abfahrt: 13.00 Uhr, Rückfahrt: ca. 17.00 Uhr.
Um Anmeldung wird gebeten unter (0)2742 9005 16273. Unkostenbeitrag 5 EUR
GESPRÄCHE ZUR KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM
„Die Öffnung neuer Räume im Internet"
„opening up spaces for arts & the public through the internet"
kuratiert von Lorenz "eSel" Seidler
Gesprächsabend am Donnerstag, den 15. März 2012, um 19.00 Uhr
im Kunstraum Niederoesterreich,
Herrengasse 13, 1014 Wien
Die rasante Verbreitung des Internets eröffnet Kunst und ihren Institutionen neue Möglichkeiten zum direkten Austausch mit dem Publikum: als Kommunikationsöffentlichkeit ermöglicht das Netz produktive Interaktion zwischen Kunstbetrieb und Communities; KünstlerInnen nutzen das Medium für digitalen Aktionismus und sezieren die zunehmende Verschränkung unserer Lebenswelt mit digitalen Realitäten.
Der Gesprächsabend beleuchtet Projekte und Methoden, präsentiert mit 3D-Druckern und selbstgebauten Computern direkte Resultate neuer, kollaborativer Wissenstransfers und lädt mit geladenen ExpertInnen dazu ein, die Potentiale virtueller Räume kritisch zu beleuchten.
mit:
UBERMORGEN (CH/AT)
Hans Bernhard & Iizvlx, Digital Art Duo
Gail Durbin (UK) Museumsberaterin, ehemalige Leiterin Victoria & Albert Online Museum, London
Hands on Stations:
Mz Baltazar's Laboratory - Stefanie Wuschitz
Metalab - Philipp Tiefenbacher, Marius Kintel, Michael Pöhn
Gespräch und Präsentation in englischer Sprache.
Dokumentation: Artistic Bokeh Research
http://www.esel.at/
http://www.ubermorgen.com/
http://www.mzbaltazarslaboratory.org/
http://www.metalab.at/
http://www.artistictechnology.at/
Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Kunst und Kultur
Dr. Katharina Blaas, E-Mail: publicart@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-13203, Fax: 02742/9005-13910
3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus 4