Nahwärme aus Biomasse in Niederösterreich
Das Land Niederösterreich setzt bereits seit mehr als 2 Jahrzehnten auf die Nutzung von Alternativenergie und hier speziell auf heimische, umweltfreundliche Biomasse.
Mit Ende des Jahres 2009 stehen in Niederösterreich insgesamt mehr als 471 Biomasse-Nahwärmeanlagen und 31 Biomasse KWK-Anlagen mit einer gesamten installierten Biomassekessel-Leistung von rund 797 MW in Betrieb. Die Summe der Anschlussleistungen, der mit Wärme versorgten Objekte, beträgt rund 670 MW. Nach Einbeziehung sämtlicher Änderungen der spezifischen Eckdaten durch Erweiterungen bereits bestehender Anlagen stellt sich die Nahwärmestatistik 2009 folgendermaßen dar:
Über eine Gesamt-Nahwärmetrassenlänge von 664.000 Laufmetern werden 25.300 Abnehmer mit Wärme aus Biomasse versorgt. Die Wärme wird durch den Einsatz von 5.300.000 Schüttraummetern an Waldhackgut, Sägespänen, Sägehackgut und Rinde in 494 Heiz- und Heizkraftwerken sowie durch den Einsatz von 15.000 to Stroh in 8 Heizwerken erzeugt.
Im Vergleich dieser Zahlen spiegelt sich eine Verbesserung der Versorgungsstruktur der einzelnen Anlagen im Hinblick auf die Wärmebelegung (=Verhältnis von Anschlussleistung zu Trassenlänge) wieder. Bis vor ca. 5 Jahren betrug die Wärmebelegung auf Grund der Ausrichtung der Projekte in Richtung Ortsversorgung ca. 0,6 [kW/lfm]. Seit 2007 beträgt die Wärmedichte im Durchschnitt aller in Betrieb befindlichen Anlagen ca. 1,0 womit die optimale Wärmebelegung erreicht wird.
Unter dem Gesichtspunkt der Optimierung der Anlagen wird großes Augenmerk darauf gelegt, dass vorwiegend Einzelobjektversorgungen und Mikronetze (kleine Nahwärmenetze mit kurzen Wärmeleitungen zur Versorgung weniger Objekte - Ortskerne) und Nahwärmenetze im urbanen Gebieten gebaut werden.
Die Errichtung der 471 Biomasse-Heizwerken hat von 1983 bis 2009 ein Investitionsvolumen von rund € 431.400.000,--, die Errichtung der 31 Biomasse-Heizkraftwerke eine Volumen von € 346.000.000,- hervorgerufen.
Durch die Substituierung fossiler Energieträger kann allein durch die Biomasse Nahwärmeanlagen pro Jahr eine Menge von ca. 285.000 to CO2 eingespart werden.
Die Stromerzeugung bringt eine CO2-Einsparung von ca. 166.000 to pro Jahr.
Die Land- und Forstwirtschaft profitiert durch die Lieferung von ca. 4.000.000 SRM Waldhackgut und 15.000 to Stroh dahingehend, als dass ca. € 65.300.000,-- an Wertschöpfung in der Region verbleibt und nicht ins Ausland durch den Zukauf von fossilen Brennstoffen fließt.
Förderjahr 2009
Im Jahr 2009 konnten insgesamt 71 Biomasse-Nahwärmeanlagen den Betrieb aufnehmen.
Es sind dies die meisten Anlagen pro Jahr seit 1983.
| Heizwerke | |
|---|---|
| Mostviertel | 30 |
| Industrieviertel | 15 |
| Weinviertel | 16 |
| Waldviertel | 10 |
| Summe | 71 |
Die bereits sehr erfolgreichen Förderjahre 2002 bis 2008 konnten durch das Jahr 2009 noch einmal übertroffen werden.
Ein eindeutiger anhaltender Trend aus den Vorjahren ist bei den neu eingereichten und realisierten Projekten dahingehend zu beobachten, als dass einerseits vorwiegend Kleinanlagen mit kurzen Leitungslängen - so genannte Mikronetze oder Einzelobjektversorgungen eingereicht werden.
Wertschoepfung aus Biomasse-Nahwaerme 2009 (pdf, 18 KB)
Nahwaermekarte 2009 (pdf, 231 KB)
Entwicklung Heizwerke 2009 (pdf, 17 KB)
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