Das Klimabündnis
Das Klimabündnis, das Ende der 1980er Jahre auf Initiative von Gemeinden entstand, ist ein Bündnis zwischen europäischen Gemeinden und den indigenen Völkern im Amazonasregenwald. Seit den frühen 1990er Jahren können auch Bundesländer dem Klimabündnis beitreten. Das Land Niederösterreich ist 1993 beigetreten und unterstützt aktiv die Klimabündnisziele. Seit dem Ende der 1990er Jahre können in Österreich auch Schulen und Betriebe Mitglied werden. Mittlerweile gibt es rund 1.500 Mitgliedsgemeinden in 17 europäischen Ländern, davon rund 300 in NÖ.
Den aktuellen Stand der Mitglieder und deren Aktivitäten finden Sie auf der Klimabündnis-Homepage.
Ziele im Klimabündnis
Die Mitglieder des Klimabündnis verpflichten sich zu einer kontinuierlichen Verminderung ihrer Treibhausgas-Emissionen. Ziel ist, alle 5 Jahre die CO2-Emissionen um 10 Prozent zu reduzieren. Dabei soll der wichtige Meilenstein einer Halbierung der Pro-Kopf-Emissionen (Basisjahr 1990) bis spätestens 2030 erreicht werden.
Langfristig streben die Klimabündnissgemeinden eine Verminderung ihrer Treibhausgas-Emissionen durch Energiesparen, Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien auf ein nachhaltiges Niveau von 2,5 Tonnen CO2 Äquivalent pro EinwohnerIn und Jahr an.
Diese Ziele zu erreichen erfordert jedoch das Zusammenwirken aller Entscheidungsebenen (Europäische Union, Nationalstaaten, Regionen, Gemeinden) und können nicht durch Maßnahmen im Entscheidungsbereich der Gemeinden allein erreicht werden. Um die Entwicklungen ihrer Bemühungen im Klimaschutz zu dokumentieren, werden die Klimabündnismitglieder regelmäßig Bericht erstatten
Mit Hilfe der CO2-Bilanz können Gemeinden ihre eigene CO2-Bilanz ermitteln und effiziente Emissionssenkungsmaßnahmen umsetzen.
Auf Ebene der Privathaushalte stehen so genannte Footprint-Rechner zur Überprüfung des eigenen Lebensstils - Ökologischer Fußabdruck - zur Verfügung.
Unter dem Ökologischen Fußabdruck wird die Fläche auf der Erde verstanden, die notwendig ist, um den Lebensstil und Lebensstandard eines Menschen unter Fortführung heutiger Produktionsbedingungen dauerhaft zu ermöglichen.
Alle natürlichen Rohstoffe, die wir zum Essen, Wohnen, Reisen, etc. verbrauchen, benötigen Platz zum Nachwachsen. Ebenso braucht die Natur Ressourcen, um unsere Abfälle abzubauen (z.B. Wälder, um das CO2 zu binden). Der ökologische Fußabdruck macht diesen Flächenbedarf deutlich.
Dies ist die einfachste Möglichkeit, die Zukunftsfähigkeit des eigenen Lebensstils zu testen. Errechnen Sie Ihren persönlichen Footprint.
Themen im Klimabündnis
Die Reduktion der CO2-Emissionen ist die Hauptaufgabe des Klimaschutzes. Klimabündnisgemeinden setzen im eigenen Wirkungsbereich Maßnahmen in den Bereichen Energie, Verkehr/Mobilität, Land- und Forstwirtschaft, Beschaffung/Entsorgung und Entwicklungspolitik/Regenwaldschutz um.
Weitere Informationen:
Klimabündnis in Europa
Mehr als 1.400 Städte, Gemeinden, Landkreise, Bundesländer und Organisationen aus 17 europäischen Ländern haben sich seit 1990 dem Klimabündnis e.V., Europas größtem Städtenetzwerk zum Klimaschutz, angeschlossen. Sie repräsentieren insgesamt mehr als 50 Millionen BürgerInnen, was ca.10% der Bevölkerung der EU entspricht. Die PartnerInnen in diesem weltumspannenden Bündnis verbindet die gemeinsame Sorge um das Weltklima, sowie Bemühungen um nachhaltige Entwicklung und Gerechtigkeit zwischen Nord und Süd.
Die Klimabündnismitglieder tauschen Erfahrungen aus, verstärken gemeinsam ihren Einfluss auf die nationale, europäische und internationale Klimapolitik und engagieren sich für eine zukunftsfähige und klimafreundliche Entwicklung.
Koordiniert wird das Klimabündnis von der Europäischen Geschäftsstelle in Frankfurt am Main, unterstützt durch nationale und regionale Koordinations- und Kontaktstellen.
Klima-Bündnis / Alianza del Clima e.V. - Climate Alliance
European Secretariat
Galvanistraße. 28
D-60486 Frankfurt am Main
phone +49-69-717139-0
fax +49-69-717139-93
europe@klimabuendnis.org
http://www.klimabuendnis.org/
Weitere Informationen dazu finden sie auf der Website von Klimabündnis Österreich.
Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Umweltwirtschaft und Raumordnungsförderung
DI Kunyik Franziska E-Mail: post.ru3@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-15295, Fax: 02742/9005-14350
3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus 16

