Alte Obstsorten erhalten, bestimmen und genießen
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Lebensraum Streuobstwiese
Streuobstwiesen prägen das Landschaftsbild und fördern die biologische Vielfalt. Verschiedene Höhen- und Alterklassen bei den Bäumen sowie Abwechslung bei den verwendeten Obstsorten machen den Lebensraum Streuobstwiese für eine große Zahl von Vögeln, Säugetieren, Insekten, Spinnen, Würmern oder Schnecken interessant. Eine extensive Bewirtschaftung des Unterwuchses fördert den Naturwert zusätzlich.
Höhlenbewohnende Vögel wie Mittelspecht, Grünspecht oder mittlerweile seltene Arten wie Wiedehopf und Steinkauz sind hier ebenso gerne zu Hause wie der Siebenschläfer.
Der Bestand dieser wertvollen Lebensräume hängt in erster Linie von der Nutzung ab. Regionale, bäuerliche Produkte wie sortenreiner Most oder Edelbrände werden wieder verstärkt nachgefragt. Trotzdem bleibt mancherorts Fallobst in großen Mengen ungenutzt am Boden liegen. Daher ist es ein Anliegen von Naturschutz und Landwirtschaft, den Wert des heimischen Obstes wieder in das Bewusstsein der Menschen zu rücken.
Initiativen wie das "NÖ Obstservice" oder Veranstaltungen wie der "NÖ Obstbaumtag" sind nur zwei Bausteine dazu. Zusätzlich werden die Erhaltung von Streuobstwiesen im Rahmen der ÖPUL-Naturschutzmaßnahmen und die Neuanlage durch den NÖ Landschaftsfonds gefördert.
Der Ratgeber "Biologischer Obstbau auf Hochstämmen" zeigt, dass diese extensive Produktionsform bei umsichtiger Planung ökologisch und wirtschaftlich erfolgreich sein kann.
Die Artenvielfalt von Streuobstwiesen wird auch in der vom Naturschutzbund initiierten Kampagne "überleben" aufgezeigt (zum Vergrößern anklicken):
http://www.arche-noah.at
Verein Arche Noah (Gesellschaft für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt & ihre Entwicklung)
Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Naturschutz
Dipl.-Ing. Günther Gamper E-Mail: post.ru5@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-15432, Fax: 02742/9005-15220
3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus 16
