Analyse der Hochwasserabflüsse an Donau und Traisen
Veränderung der Landnutzung, Ausdehnung des Siedlungsraums, Flussregulierungen, Strassenbau, Forststrassen, Wasserkraftanlagen und auch Klimaänderungen beeinflussen die Wasserführung in unseren Gewässern. Ihre tatsächlichen Auswirkungen auf den Hochwasserabfluss lassen sich nur durch Vergleich mit historischen Aufzeichnungen ermitteln. An der Traisen und der Donau liegen dazu Daten von über 100 Jahren vor. Im Rahmen einer Studie wurden anhand dieser Daten die Einflüsse menschlicher Aktivitäten inklusive zukünftiger Klimaentwicklungen ermittelt.
Ergebnisse an der Traisen sind, dass bis heute zunehmende Bewaldung im Oberlauf zu einer Verringerung der Hochwasserspitze bis zu 20% führt. Änderungen in der Flächennutzung (vor allem Versiegelungen) und Regulierungen bewirken jedoch eine Erhöhung um bis zu 10%.
Mögliche Szenarien des Klimawandels führen zu einer deutlichen Veränderung der jahreszeitlichen Abflüsse (Rückgang von Frühjahrs- und Sommerabflüssen, Zunahme von Hochwässern im Winter). Die Wahrscheinlichkeit für lokale Niederschlagsereignisse mit höherer Intensität nimmt zu.
An der Donau sind Zunahmen der jährlichen Hochwasserspitzen und von Hochwässern mittlerer Größe zu beobachten. Die „Scheitellaufzeiten", also die Geschwindigkeit einer Hochwasserwelle, hat sich wesentlich verkürzt. Die jährlich transportierte Sedimentmenge (Schlamm) ist über Jahrzehnte weitgehend gleich, nimmt jedoch seit 1982 leicht zu. Eine Verringerung des Austrags von Sediment aus Stauräumen wäre durch Kraftwerksmanagement möglich.
Die Bearbeitung des Projektes ist abgeschlossen. Die Ergebnisse sind in der Broschüre "Hochwässer in NÖ - Ursachenforschung am Beispiel der Donau und Traisen" zusammengefasst.
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