NÖ Lehrlingsoffensive und NÖ Ausbildungsgarantie bis zum 25. Lebensjahr

Um für den Wirtschaftsstandort Niederösterreich den zukünftigen Fachkräftebedarf zu sichern und jungen Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern eine hochwertige Ausbildung zu ermöglichen, haben die niederösterreichische Landesregierung und das Arbeitsmarktservice (AMS) NÖ eine Ausbildungsgarantie für Jugendliche vereinbart.

Logo Arbeitsland NÖ "Ausbilden. Beschäftigten. Fördern."

Diese ermöglicht allen Job- und Lehrstellensuchenden bis zum 25. Lebensjahr, die in Niederösterreich leben, den Einstieg in zukunftsorientierte Ausbildungsprogramme. 46 Millionen Euro werden im Jahr 2019 dafür durch das AMS und das Land NÖ bereitgestellt.


Neu ab Jänner 2019:

Jugendbildungszentren als modulares Sprungbrett für Schule, Lehre oder Beruf

An sieben Standorten werden AMS und Land NÖ im kommenden Jahr sogenannte Jugendbildungszentren einrichten. Ziel ist, ein modulares und einheitliches Bildungsangebot zu etablieren, das jungen Menschen bis zum 24. Geburtstag   den Einstieg in eine Lehre, eine andere berufliche oder schulische Qualifizierung oder in den Beruf ermöglicht.

Das Angebot der Jugendbildungszentren ist modular aufgebaut. Das heißt: Die TeilnehmerInnen nutzen die Programmteile, die in sogenannten „Camps“ organisiert sind, unterschiedlich intensiv und stellen somit ihr Ausbildungsprogramm nach eigenem Bedarf zusammen.

So wird unter anderem angeboten:

  • Startcamp zur Klärung der individuellen Kompetenzen der TeilnehmerInnen
  • Perspektivencamp zur Berufsorientierung und zum Kennenlernen von Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten
  • Werkcamp mit der Möglichkeit zur Arbeitssimulation in Werkstätten
  • Aktivcamp mit dem Schwerpunkt Gesundheit, vor allem für TeilnehmerInnen mit physischen oder psychischen Beeinträchtigungen
  • Basiscamp zum Vermitteln von fehlendem schulischen Wissen.
  • Praktikums- und Bewerbungscamp als Einstieg für die Ausbildungs- und Berufsw

Die Jugendbildungszentren werden Platz für 4.600 Jugendliche bieten. Die Vermittlung erfolgt über die niederösterreichischen AMS-Geschäftsstellen. Die Kosten betragen 11,24 Millionen Euro Die Hälfte trägt das AMS NÖ, 50% werden vom Europäischen Sozialfonds (ESF) über das Land NÖ bereitgestellt.

Die Standorte und Träger für die niederösterreichischen Jugendbildungszentren: 

  • Gmünd (für alle Waldviertler Jugendlichen mit Shuttelservice): Wifi NÖ
  • Krems: ZIB Training GmbH
  • Amstetten: Arbeitsgemeinschaft Hebebühne/H2O
  • Wien 22 (für niederösterreichische Jugendliche aus dem nördlichen und westlichen Wien-Umland): Arbeitsgemeinschaft Weidinger&Partner/Murad & Murad/Mentor
  • Wr. Neustadt: ZIB Training GmbH
  • Mödling (für die AMS-Geschäftsstellen des nördlichen Industrieviertels): Arbeitsgemeinschaft Weidinger&Partner/Murad & Murad/Mentor
  • St. Pölten: ZIB Training GmbH


Neu ab Jänner 2019:

„Auf zum Lehrabschluss“ zum Nachholen fehlender Teile der LAP

Wenn die Lehrausbildung zu einem großen Teil – nämlich mindestens 75% – bereits erledigt wurde oder schon mindestens zwei Jahre einschlägige berufliche Erfahrung vorliegen, kann mit Hilfe von „Auf zum Lehrabschluss“ auf die Lehrabschlussprüfung vorbereitet werden. Dieses Programm kombiniert verpflichtende Präsenztage mit Einzel- oder Gruppencoachings, Selbstlernphasen oder Praktika je nach Bedarf der Jugendlichen.

Die TeilnehmerInnern werden von einem zugeteilten Lerncoach bis zum Lehrabschluss begleitet. Externe ExpertInnen vermitteln in Einzel- oder Gruppencoachings fachspezifisches Wissen, das für den Lehrabschluss notwendig ist.

248 Plätze werden an insgesamt fünf Standorten in Niederösterreich im kommenden Jahr im Rahmen von „Auf zum Lehrabschluss“ zu Verfügung stehen. Die Kosten belaufen sich 2019 auf 1,02 Millionen Euro. Die Hälfte trägt das AMS NÖ, 50% werden vom den Europäischen Sozialfonds (ESF) über das Land NÖ bereitgestellt.

Die Standorte und Träger für „Auf zum Lehrabschluss“:

  • Krems, St. Pölten, Amstetten, Ternitz, Wien 21: Wifi NÖ

Weiterführung 2018/19:

Überbetriebliche Lehrausbildung

Dieses Angebot gibt es für alle Jugendlichen, die trotz intensiver Bemühungen keine betriebliche Lehrstelle finden. In einer Kombination von Lehrgängen und Praktika sowie in betrieblichen Lehrwerkstätten können wesentliche Teile zur Vorbereitung auf die Lehrabschlussprüfung absolviert werden. Ziel ist, während der Ausbildung in eine betriebliche Lehrausbildung wechseln zu können, um dort den Lehrabschluss zu absolvieren.

1.490 Ausbildungsplätze stehen in Lehrgängen und 626 in Lehrwerkstätten zur
Verfügung.

Die Kosten belaufen sich für das Ausbildungsjahr 2018/19 auf 33,5 Millionen Euro. 31 Millionen werden vom Arbeitsmarktservice NÖ, 2,5 vom Land NÖ getragen. Knapp 60% aller LehrgangsteilnehmerInnen konnten in den letzten Jahren bereits im ersten Ausbildungsjahr in ein Regellehrverhältnis in der freien Wirtschaft vermittelt werden.

Die Standorte und Träger für die Überbetriebliche Lehrausbildung
(Lehrgänge und Lehrwerkstätten):

  • BFI NÖ: Mödling, Baden, Neunkirchen, Wr. Neustadt, Tulln, Hollabrunn,
    Korneuburg, Krems, Horn
  • WIFI NÖ: St. Pölten, Lilienfeld, Amstetten, Waidhofen/Ybbs, Gänserndorf,
    Mistelbach,
  • Ibis acam: Schwechat, Bruck/Leitha, Scheibbs, Melk, Gmünd,
    Waidhofen/Thaya, Zwettl

Kooperationspartner:

  • Guntramsdorf: Bauakademie Guntramsdorf
  • Traiskirchen: BFI Bildungszentrum Traiskirchen
  • Wr. Neustadt: Josef Hesoun Ausbildungszentrum
  • Ternitz: Technische Bildungsakademie BFI
  • Eggenburg: Lehrlingsstiftung Eggenburg
  • Waidhofen/Thaya: Eibetex
  • Schwechat: Grünwerk
  • Gloggnitz: Handwerkliches Ausbildungszentrum BFI
  • Lichtenwörth: Hermann Domini
  • Hirtenberg: Hirtenberger AG
  • Wien 21: Jugend am Werk
  • Gmünd: Lebmit & Buntex
  • St. Pölten: Magistrat der Landeshauptstadt St. Pölten
  • Kirchberg am Wagram: Nagy GmbH
  • Hollabrunn: NÖ Sozialpädagogisches Betreuungszentrum Hollabrunn
  • Korneuburg: NÖ Sozialpädagogisches Betreuungszentrum Korneuburg
  • Neufeld/Leitha: Sozialtherapeutische WG Neufeld ‚Haus am See‘
  • Stiefern am Kamp: SPWG Stiefern GmbH
  • Amstetten: Transjob
  • Loosdorf: Transjob
  • Wieselburg: Transjob
  • Markt Piesting: Verein Morgenstern
  • Gmünd: Verein Sozial Aktiv
  • Bad Vöslau: Verein Startbahn
  • Gmünd, Mistelbach, St. Pölten: Wifi NÖ
  • Wien 21: ibis acam
  • Wolkersdorf: Weinviertler Mechatronik Akademie


weiterführende Links

Ihr Kontakt zum Thema Arbeitsmarktförderung

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Allgemeine Förderung und Stiftungsverwaltung
Landhausplatz 1, Haus 9
3109 St. Pölten
E-Mail: lehrlingsfoerderung@noel.gv.at 
Tel: 02742/9005-9555 (ArbeitnehmerInnen-Hotline)
Fax: 02742/9005-13460
Letzte Änderung dieser Seite: 7.8.2019
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