Niederösterreich fordert Digitalisierung im Gesundheitswesen

LR Eichtinger: E-Impfpass und Telemonitoring-Technologien auf Bundesebene umsetzen

08.06.2018 / 14:46 Uhr

Die Gesundheitsreferenten der Länder fordern bei der heutigen Konferenz in Wien den Ausbau der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Bundesministerin Beate Hartinger-Klein wird ersucht, die Umsetzung eines E-Impfpasses in ELGA und den Einsatz von Telemonitoring-Technologien voranzutreiben. Niederösterreich bekennt sich zur freiwilligen Mitfinanzierung des Pilotbetriebes zum E-Impfpass.

„Moderner Technologien, Informations- und Kommunikationstechniken eröffnen neue Behandlungswege, Prozesse und steigern die Qualität in der Medizin. Wir wollen die Vorteile der Digitalisierung zum Wohle der Patienten nutzen und haben in Niederösterreich bereits innovative Projekte im Gesundheitswesen umgesetzt. Ein Vorzeigebeispiel ist die telefonische Gesundheitsberatung 1450, die im ersten Jahr bereits 25.000 Beratungen vorweist“, so NÖGUS-Vorsitzender und Landesrat Martin Eichtinger.

Niederösterreich bekennt sich gemeinsam mit den anderen Ländern zu einer freiwilligen Mitfinanzierung des Pilotprojektes für einen elektronischen Impfpass in ELGA in der Höhe von rund 17 Prozent. Die Bundesländer fordern Bundesministerin Hartinger-Klein auf, den E-Impfpass so rasch wie möglich umzusetzen.

„Dank der hohen Durchimpfungsrate sind viele Erkrankungen eingedämmt, sogar ausgerottet. Mit dem E-Impfpass können wir den Impfstatus der Bevölkerung erstmalig erheben und die Durchimpfungsrate steigern. Zukünftig soll jeder Bürger mit einem Klick in ELGA seine Impfdaten abrufen können“, so Eichtinger.

Technologien wie Video-Chat oder die Fern-Überwachung des Gesundheitszustandes bieten insbesondere bei chronischen Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder Herzinsuffizienz eine bessere Patientenversorgung zu Hause. Beispielsweise die Überwachung des EKG von Herzschrittmacherpatienten. Die Länder fordern den Ausbau und die Förderung von Pilotprojekten seitens des Bundesministeriums.

„Die telemedizinische Betreuung bei chronischen Krankheiten bringt mehr Service für Patienten und Gesundheitsexperten. Patienten ersparen sich oft mühsame Wege in die Praxis. Ärzte können aus der Ferne den Gesundheitszustand ihrer Patienten überwachen und bei Bedarf rasch Maßnahmen setzen. Das führt zu besseren Diagnose- und Behandlungsprozessen und für die Patienten zu maßgeschneiderte Therapien“, so Eichtinger.

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