Afrikanische Schweinepest in der Republik Tschechien

Die Veterinärbehörde Tschechiens informierte am 27. Juni 2017 das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen (BMGF), dass im etwa 80km von der österreichischen Grenze entfernten Bezirk Zlin bei verendeten Wildschweinen die Afrikanische Schweinepest (ASP) festgestellt wurde. Auf Grund dieses Vorfalls wurde vom BMGF durch die Verordnung BGBl. II Nr. 167/2017 verlautet, dass alle  nördlich der Donau gelegenen Gebiete der Verwaltungsbezirke Hollabrunn, Tulln, Korneuburg, Mistelbach, Bruck an der Leitha, Gänserndorf und die Stadt Wien als gefährdetes Gebiet gelten. 

In den angeführten gefährdeten Gebieten sind nicht genehmigte Schweinefreilandhaltungen seit 4. Juli 2017 verboten. 

Schweine in Auslaufhaltung sind jedenfalls während der Dämmerungs- und Nachtstunden im Stallinnenbereich zu halten.

In den genannten Gebieten sind alle verendet aufgefundenen Wildschweine der Behörde zu melden, die dann die Probenentnahme und die seuchensichere Entsorgung der Tierkörper veranlasst. Die Bejagung der Wildschweine ist von der Verordnung in den genannten Teilen Niederösterreichs ebenfalls betroffen.

Wurde die Haltung von Schweinen im Verbrauchergesundheitssystem (VIS) noch nicht registriert, dann ist dies vom Tierhalter bei der Meldestelle Statistik Austria nach der Tierkennzeichnungs- und Registrierungsverordnung 2009 – TKZVO 2009 wie folgt durchzuführen:

Die Meldung kann an das VIS postalisch (Bundesanstalt Statistik Österreich, Direktion Raumwirtschaft, VIS-Register, Guglgasse 13, 1110 Wien) oder per E-Mail (vis@statistik.gv.at) oder per Fax (01 711287782) erfolgen.


Was ist die Afrikanische Schweinepest? 

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine hoch ansteckende, anzeigepflichtige Viruserkrankung mit seuchenhaftem Verlauf und hoher Sterblichkeit, die nur Haus- und Wildschweine befällt. Das Krankheitsbild ist extrem variabel und reicht von plötzlichen Todesfällen bis hin zu unspezifischen Allgemeinsymptomen (u.a. Futterverweigerung, Mattigkeit, Durchfall, Festliegen) und Aborten. Die Abgrenzung zu anderen Erkrankungen, insbesondere zur Klassischen Schweinepest, ist schwierig. Eine sichere Diagnose kann daher nur im Labor gestellt werden. Das Virus der ASP ist sehr widerstandsfähig und hält sich in unbehandeltem Fleisch und Fleischprodukten, Blut sowie in gepökelten oder geräucherten Waren monatelang. So sind die meisten Ausbrüche in europäischen Ländern auf Verschleppung des Virus in Speiseabfällen im weltweiten Reiseverkehr und Jagdtourismus in den betroffenen Regionen zurückzuführen. Entsprechend gilt ein Verbringungsverbot von Tieren und Waren aus Schweinepest-Regionen. Ein Impfstoff gegen das ASP-Virus ist nicht verfügbar! 

Für den Menschen ist das ASP-Virus absolut ungefährlich!

Vorsorgemaßnahmen

Die Bekämpfung der Seuche im Wildschweinebestand ist nur sehr schwer möglich, daher muss einer Einschleppung in unsere Hausschweinebestände bestmöglich entgegengewirkt werden. Das BMGF informiert auf seiner Homepage zur Afrikanischen Schweinepest über den Stand der Entwicklung der Seuchensituation und die notwendigen Vorsorgemaßnahmen.

weiterführende Links

Ihre Kontaktstelle des Landes für Tierseuchen

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Veterinärangelegenheiten und Lebensmittelkontrolle
Landhausplatz 1, Haus 12
3109 St. Pölten 
E-Mail: post.lf5@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-13437
Fax: 02742/9005-12801
Letzte Änderung dieser Seite: 6.7.2017
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