Allgemein
Niederschlag und Lufttemperatur
Oberflächengewässer
Hochwasserprognosen
Grundwasser

 

 

 

 

Allgemein:

Haftungsausschluss

Bei allen Mess- und Prognosedaten auf dieser Seite handelt es sich um ungeprüfte Rohdaten. Durch systembedingte Messtoleranzen und betriebliche Störungen der Messgeräte oder Fernübertragungseinrichtungen sind Ungenauigkeiten oder Fehler in veröffentlichten Daten möglich.

Es wird keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Genauigkeit der dargestellten Daten übernommen. Gewährleistungs- und Haftungsansprüche werden ausdrücklich ausgeschlossen.


Hinweis: Aufgrund von Wartungsarbeiten können dargestellte Messstationen kurzfristig aus der Webdarstellung herausgenommen werden.

Messstellennummer

Die Messstellennummer ist eine vom Hydrographischen Zentralbüro beim Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft für jede Messstelle festgelegte, in ganz Österreich nur einmal vergebene, eindeutige sechsstellige Nummer.

Zeitangaben

Alle Zeitangaben beziehen sich auf die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) unter Berücksichtigung der Sommerzeit (MESZ).

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Niederschlag und Lufttemperatur:

Lufttemperatur

Die Messwerte sind Momentanwerte, die im 15-Minuten-Intervall gespeichert werden.

Abweichung Lufttemperatur

Die Darstellung "Abweichung Lufttemperatur" gibt die Abweichung der mittleren Lufttemperatur des angegebenen Monats vom langjährigen Mittelwert der Lufttemperatur des Vergleichsmonats an. Dabei erfolgt die Mittelwertbildung grundsätzlich über einen Zeitraum von 30 Jahren.

Abweichung Niederschlag

Die Darstellung "Abweichung Niederschlag" gibt die Abweichung der mittleren Niederschlagssumme des angegebenen Monats vom langjährigen Mittelwert der Niederschlagssumme des Vergleichsmonats an. Dabei erfolgt die Mittelwertbildung grundsätzlich über einen Zeitraum von 30 Jahren.

Niederschlag

Der Niederschlag wird in Summen, bezogen auf eine Zeit, gemessen (z. B. mm/Stunde oder mm/Tag).
Die Messung erfolgt entweder als Flüssigkeit, dazu wird fester Niederschlag durch die Beheizung des Messgeräts geschmolzen, oder durch die Masse des Niederschlags mit einer Waage.
Der Niederschlag wird immer, unabhängig von seiner Form (Regen, Schnee, Tau, Hagel) als Wasseräquivalent in mm angegeben. 1 mm Niederschlag entspricht 1 Liter Niederschlag je m².
Der Niederschlagstag beginnt um 07:00 Uhr und endet um 07:00 Uhr des nächsten Tages.

Niederschlag - Tagessumme

Die Tagessumme des Niederschlags ist die Summe aller Niederschläge (Regen, Schnee, Tau, Hagel) von 07:00 Uhr eines Tages bis 07:00 Uhr des nächsten Tages. Die Niederschlagssumme des 31.12.1999 wäre somit die Summe aller Niederschläge vom 31.12.1999 07:00 Uhr bis 01.01.2000 07:00.

Niederschlag - Jahressumme

Die Jahressumme wird in der Grafik als Aufsummierung der einzelnen Tagessummen des Niederschlages dargestellt.
Aus dem Unterschied zwischen der Summenlinie des aktuellen Jahres und der Summenlinie des langjährigen Mittels kann das Niederschlagsdefizit/der Niederschlagsüberschuss im Vergleich zum langjährigen Mittel abgelesen werden.

langjähriges Mittel

Die Ganglinie des langjährigen Mittels besteht aus einer Zeitreihe von Tageswerten, die durch Mittelung der jeweiligen Tage (z. B. alle 31. Jänner-Niederschlagssummen oder 31. Jänner-Lufttemperaturtagesmittel) grundsätzlich über die vier letzten vollständigen Dekaden (also 1971 bis 2010) berechnet wurde.
Da zahlreiche dargestellte Messstellen noch nicht so lange bestehen, wurde in diesen Fällen ein kürzerer Zeitraum für die Erstellung des langjährigen Mittels herangezogen. Der jeweils verwendete Zeitraum ist für jeden Parameter in der Tabelle „Historische Werte“ angegeben. Bei Messstellen mit einer Beobachtungsdauer von weniger als 10 Jahren ist kein langjähriges Mittel ausgewiesen. Für die Darstellung der Niederschlag-Jahressumme werden die einzelnen Tageswerte zu einer Summenlinie aufaddiert.


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Oberflächengewässer:

Wasserstand (W)

In Fließgewässern wird der Wasserstand in cm angegeben. Er ist ein relativer Wert, der von einem Pegelnullpunkt aus senkrecht gemessen wird. Dieser Pegelnullpunkt liegt meist tiefer als die Flusssohle. Der publizierte Wasserstand entspricht somit nicht der Wassertiefe des Gewässers.
Die Messwerte sind Momentanwerte, die im 5-Minuten-Intervall gespeichert werden.

Bei Grundwassermessstellen wird der Wasserstand immer in absoluten Höhen (Meter über Adria: müA) angegeben. Die Messwerte sind Momentanwerte, die im 60-Minuten-Intervall gespeichert werden.

Mittelwasserstand (MW)

Der in der Grafik als waagrechte Linie dargestellte Mittelwasserstand ist der Wasserstand beim Mittleren Durchfluss (MQ). Er wird über die jeweils aktuelle Schlüsselkurve berechnet und kann sich daher im Verlauf eines Jahres ändern. Diese Änderungen werden in der Grafik nicht rückwirkend nachgeführt, sodass zur Beurteilung der Abweichungen des gemessenen Wasserstandes vom Mittelwasserstand (MW) nur die Wochen-Grafik herangezogen werden soll.
Der Mittelwasserstand (MW) wird nur bei den Nebenflüssen der Donau angegeben.

RNW 2010
MW 2010
HSW 2010

Die kennzeichnenden Wasserstände werden nur für Messstellen an der Donau angegeben.

RNW 2010

Das Regulierungsniederwasser 2010 (RNW 2010) ist, entsprechend den Richtlinien der Donaukommission, als jener Wasserstand anzusehen, der einem Abfluss mit einer Überschreitungsdauer von 94 % entspricht. Für die Bestimmung der Abflußdauerlinie wurde eine Periode von 30 Jahren (1981 - 2010) herangezogen.

MW 2010

Als Mittelwasser 2010 (MW 2010) ist jener Wasserstand anzusehen, der dem arithmetischen Mittel der Abflußjahresmittel für die Jahresreihe 1981-2010 entspricht.

HSW 2010

Als Höchster Schiffahrtswasserstand 2010 (HSW 2010) ist, entspre­chend den Richtlinien der Donaukommission, jener Wasserstand anzu­sehen, der einem Abfluß mit einer Überschreitungsdauer von 1 % entspricht. Für die Bestimmung der Abflußdauerlinie wurde eine Periode von 30 Jahren (1981 - 2010) herangezogen.

Durchfluss (Q)

Der Durchfluss (Abfluss) wird in m³/s angegeben und aus dem gemessenen Wasserstand berechnet.

Für die Berechnung des Durchflusses werden mehrmals pro Jahr und bei unterschiedlichen Wasserführungen bei jeder Wasserstandsmessstelle Durchflussmessungen durchgeführt, anhand derer eine mathematische Funktion zwischen Wasserstand und Durchfluss ermittelt wird. Diese mathematische Beziehung wird "Pegelschlüssel" oder "Schlüsselkurve" genannt. Der Pegelschlüssel ist umso genauer, je mehr Durchflussmessungen für einen Wasserstandsbereich vorhanden sind. Deshalb ist der berechnete Durchfluss für selten auftretende Wasserstände (extremes Niederwasser und seltene Hochwässer) deutlich ungenauer ist als im Mittelwasserbereich.

Durch Verformungen des Flussbettes (Erosion oder Anlandung) kann sich die Wasserstands-Durchfluss-Beziehung während eines Hochwasserereignisses ändern. In diesem Fall muss der Pegelschlüssel auf Basis von Durchflussmessungen überrechnet und korrigiert werden. Diese Korrekturen können naturgemäß erst nachträglich erfolgen. Die im Internet veröffentlichten Hochwasserdurchflüsse basieren daher auf jenen Pegelschlüsseln, die vor dem jeweiligen Hochwasserereignis gültig waren.

Wenn ein Pegelschlüssel korrigiert wird, bekommt der neue Pegelschlüssel eine rückwirkende Gültigkeit ab dem Zeitpunkt, an dem sich das Profil (durch natürliche Einwirkungen oder flussbauliche Maßnahmen) verändert hat. Anschließend werden die Durchflüsse auf Basis des neuen Pegelschlüssels neu berechnet, wodurch die bestehende Durchflusszeitreihe ab dem neuen Gültigkeitszeitpunkt durch eine neue ersetzt wird.

Da in der Durchflussberechnung unkorrigierte Wasserstandsdaten (fernübertragene Rohdaten) als Berechnungsbasis verwendet werden und damit zusätzliche Fehlerquellen vorhanden sind, ist der veröffentlichte Durchfluss nur als Richtwert anzusehen.

Mittlerer Durchfluss (MQ)

Der mittlere Durchfluss ist das arithmetische Mittel aller Durchflüsse über eine mehrjährige Beobachtungsperiode.

HQ1 bis HQ100

Das sind statistische Erwartungswerte für den Hochwasserdurchfluss, die aus der aktuell zur Verfügung stehenden Beobachtungsreihe ermittelt werden.

Im Gegensatz zu einem einmalig festgelegten Bemessungswert für ein konkretes Bauvorhaben unterliegen die statistischen Erwartungswerte einer permanenten Anpassung in Abhängigkeit aufgetretener Hochwasserereignisse.

Die Jährlichkeit trifft eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit eines Hochwasserereignisses, sagt jedoch nichts aus über den tatsächlichen Zeitpunkt des Eintretens.

HQ1

1-jährliches Hochwasser, entspricht jener Durchflussmenge, die im langjährigen statistischen Mittel einmal im Jahr erreicht oder überschritten wird.

HQ5

5-jährliches Hochwasser, entspricht jener Durchflussmenge, die im langjährigen statistischen Mittel alle 5 Jahre erreicht oder überschritten wird.

HQ30

30-jährliches Hochwasser, entspricht jener Durchflussmenge, die im langjährigen statistischen Mittel alle 30 Jahre erreicht oder überschritten wird.

HQ100

100-jährliches Hochwasser, entspricht jener Durchflussmenge, die im langjährigen statistischen Mittel alle 100 Jahre erreicht oder überschritten wird.

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Hochwasserprognosen:

Donau

Das Hochwasserprognosemodell für die Donau wurde in Kooperation der Länder Niederösterreich und Oberösterreich unter wissenschaftlicher Leitung der Technischen Universität Wien erstellt.

Die erwarteten Zuflüsse aus den Teileinzugsgebieten von Inn und deutscher Donau werden zunächst mit einem provisorischen Niederschlags-Abfluss-Modell berechnet. Sobald die Prognosen des Bayrischen Landesamtes für Wasserwirtschaft an der Schnittstelle Passau verfügbar sind, sollen diese eingebunden und dadurch die Genauigkeit des österreichischen Modells erhöht werden.

Bei der automatisierten Berechnung der Prognosen werden neben gemessenen Niederschlägen und Abflüssen auch numerische Wettervorhersagen (Rasterdaten von Niederschlag und Lufttemperatur) berücksichtigt.

Die Berücksichtigung der Wettervorhersagen ermöglicht die Verlängerung der Prognosefrist von 6 - 10 auf 48 Stunden. Der aus der Wettervorhersage resultierende Unsicherheitsfaktor steigt mit der Länge des Prognosezeitraumes. (siehe "Vertrauensbereich")

Kamp

Das Hochwasserprognosemodell für den Kamp wurde in Kooperation des Landes Niederösterreich mit der EVN AG unter wissenschaftlicher Leitung der Technischen Universität Wien erstellt.

Da der Prognosezeitraum wesentlich von der Größe des jeweiligen Flusses abhängt, sind beim Kamp Prognosen auf der Basis von gemessenen Niederschlägen und Abflüssen nur für einen Zeitraum von rund 6 Stunden möglich. Zur Verlängerung dieser Frist fließen in die Prognoseberechnung auch numerische Wettervorhersagen (Rasterdaten von Niederschlag und Lufttemperatur) ein. Der daraus resultierende Unsicherheitsfaktor steigt mit der Länge des Prognosezeitraumes. (siehe "Vertrauensbereich")

Weiters geht der Betrieb der Kraftwerkskette Ottenstein-Dobra-Thurnberg als aktuelle und geplante Abgabemenge in die Modellierung des Abflusses ein.

Die Prognosen werden kontinuierlich berechnet; eine Veröffentlichung im Internet erfolgt nur bei Hochwassergefahr.

Traisen, Ybbs

Das Hochwasserprognosesystem für die Traisen und für die Ybbs wurde in Form eines Niederschlags-Abfluss-Modells unter wissenschaftlicher Leitung der Universität für Bodenkultur entwickelt.

In die automatisierte Berechnung der Prognosen fließen neben gemessenen Niederschlägen und Abflüssen auch numerische Wettervorhersagen (Rasterdaten von Niederschlag und Lufttemperatur) ein.

Die gewählte Form der Darstellung der Prognosen (Ganglinien und Zahlenwerte für die Profile Herzogenburg, Windpassing, St. Veit und Lilienfeld bzw. Größenklassen für die Profile Türnitz, Hohenberg und Ramsau) berücksichtigt den Umstand, dass mit fallender Größe des Einzugsgebietes auch die erreichbare Prognosegenauigkeit abnimmt (Vergleiche: grafische Darstellung bei den Nebeneinzugsgebieten).

Hochwässer bei kleinen Einzugsgebieten werden meist durch kurze, lokal begrenzte aber dafür umso intensivere Niederschläge (vielfach Gewitterregen) verursacht. Selbst bei einer sehr guten Prognose der Großwetterlage können Ort, Zeitpunkt und Intensität von lokalen Starkregeneignissen nicht exakt vorhergesagt werden. Die Bewegung einer Gewitterzelle um nur wenige Kilometer kann die Verlagerung der Hochwassergefahr in ein benachbartes Flussgebiet bewirken, sodass Hochwasserprognosen bei kleinen Einzugsgebieten erhebliche potentielle Unschärfen aufweisen.

Nebeneinzugsgebiete

An folgenden Profilen mit fernübertragenden Messstellen werden Hochwasserprognosen berechnet:

Ehrendorf
Hoheneich
Schwarzenau
Imbach
Hollenstein
Obermallebarn
Zwingendorf
Asparn
Niederabsdorf
Wolkersdorf
Hofstetten
Atzenbrugg
Siegersdorf
Klausenleopoldsdorf
Cholerakapelle
Fahrafeld
Hirtenberg
Gutenstein
Oed
Wöllersdorf

Lainsitz
Braunaubach
Deutsche Thaya
Krems
Schmida
Göllersbach
Pulkau
Zaya
Zaya
Russbach
Pielach
Perschling
Große Tulln
Schwechat
Schwechat
Triesting
Triesting
Piesting
Piesting
Piesting

Die Prognostizierbarkeit von Hochwässern aus kleinen Einzugsgebieten hängt wesentlich davon ab, ob sie durch großflächige oder kleinräumige Niederschläge ausgelöst werden. Da die maßgeblichen Unsicherheiten bereits in der Niederschlagsprognose liegen, wurde für die Abflussmodellierung ein vereinfachtes Verfahren gewählt (siehe unten: Fachliche Hintergrundinformation).

Die graphische Darstellung der Durchflussprognosen (Größenklassen anstelle von Ganglinien und Zahlenwerten) bringt die systemimmanente Unschärfe der hydrologischen Modellierung bei kleinen Einzugsgebieten zum Ausdruck.

 

Die Darstellung der Durchflussprognose erfolgt wegen der Automatisierung des Systems einheitlich über einen Zeitraum von 12 Stunden. Die tatsächlich erzielbare Prognosefrist wird jedoch wesentlich durch die Form der Niederschlagsentwicklung bestimmt.

Vielfach werden Hochwässer bei kleinen Einzugsgebieten durch kurze, lokal begrenzte aber dafür umso intensivere konvektive Niederschläge (oft Gewitterregen) verursacht. Selbst wenn die verfügbaren meteorologischen Modelle eine relativ gute Prognose der zu erwartenden Intensität konvektiver Starkregenfälle erlauben, bestehen bis wenige Zehnerminuten vor dem Ereignis erhebliche Unsicherheiten über den tatsächlichen Zeitpunkt und den Ort des Niederschlags.

In diesen Fällen beschränkt sich die Prognosefrist im Wesentlichen auf die Fließzeit der Hochwasserwelle im Gewässer und liegt somit deutlich unter 12 Stunden.

Zusammenfassend bedeutet dies, dass Hochwasserprognosen für kleine Einzugsgebieten wegen der Unsicherheit der Vorhersage lokaler Niederschläge erhebliche potentielle Unschärfen aufweisen.

Fachliche Hintergrundinformation:

Das unter wissenschaftlicher Leitung der Universität für Bodenkultur entwickelte Berechnungsmodell stützt sich auf das Unit-Hydrograph-Verfahen. Im Gegensatz zu Niederschlags-Abfluss-Modellen (Donau, Kamp, Traisen) wird beim Unit-Hydrograph-Verfahen keine physikalische Modellierung der Teilabflüsse innerhalb des jeweiligen Einzugsgebietes durchgeführt, sondern anhand historischer Ereignisse ein funktionaler Zusammenhang zwischen dem Input (gemessener und prognostizierter Niederschlag) und dem Output (gemessener und prognostizierter Abfluss) hergestellt. Das Verfahren eignet sich für kleine Einzugsgebiete, bei denen Hochwässer unmittelbar durch starke Niederschläge ausgelöst werden. Schneeschmelzabflüsse – die bei kleinen Einzugsgebieten keine gefährlichen Hochwässer verursachen – sind mit Unit-Hydrograph-Verfahren nicht prognostizierbar.

 

Sonstige Flüsse

Prognosemodelle für andere niederösterreichische Gewässer werden in den kommenden Jahren schrittweise realisiert.

Wahrscheinlichste Prognose

Die wahrscheinlichste Wasserstands- bzw. Durchflussprognose (grüne Ganglinie im Diagramm) stützt sich auf die zum Prognosezeitpunkt wahrscheinlichste Wetterprognose.

In der Tabelle unterhalb des Diagramms ist der im angegebenen Zeitintervall erwartete höchste Wasserstand bzw. Durchfluss auf Basis der wahrscheinlichsten Wetterprognose angegeben.

Vertrauensbereich

Zur Quantifizierung der Streubreite der meteorologischen Prognosen werden insgesamt 50 Variationen der Niederschlagsentwicklung (Ensembles) berechnet. Die sich aus der Wetterprognose ergebende Unschärfe der Wasserstands- und Durchflussprognose wird im Diagramm durch die beiden grauen Ganglinien (10% Quantil bzw. 90% Quantil) als Vertrauensbereich dargestellt.

Jeder auf die Erdoberfläche gefallene Niederschlagstropfen unterliegt auf seinem Fließweg bis zum Prognosepegel zahlreichen örtlich und zeitlich unterschiedlichen Einflüssen (Speicherung als Schnee, Speicherung im Boden, Abfluss im Untergrund, Abfluss im Gewässer). Bei der mathematischen Abflussmodellierung werden diese physikalischen Einflussfaktoren permanent neu berechnet und die Rechenergebnisse mit Messwerten abgeglichen, um ein möglichst wirklichkeitsnahes Bild von den hydrologischen Vorgängen innerhalb eines Flussgebietes zu erhalten. Da eine Modellrechnung jedoch immer nur eine idealisierte Annäherung an natürliche Prozesse ist, sind Unschärfen der Ergebnisse nicht vermeidbar. Diese Unsicherheiten der Abflussmodellierung (deren Ausmaß zum Zeitpunkt der Prognoseberechnung nicht bekannt und daher auch nicht darstellbar ist) können sich im ungünstigen Fall mit den Unschärfen der Wetterprognose überlagern.

Zusammenfassend bedeutet dies:
Der durch die beiden grauen Ganglinien dargestellte Vertrauensbereich kennzeichnet nur die durch die Streuung der Wetterprognosen verursachten Unschärfen, nicht jedoch Unsicherheiten, die sich aus den Einflussfaktoren der Abflussbildung ergeben. Er darf daher keinesfalls als obere bzw. untere Schranke vorhergesagter Wasserstände oder Durchflüsse verstanden werden.

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Grundwasser:

NGW

Niedrigster Grundwasserstand an der Messstelle (absolute Höhe angegeben in Meter über Adria: müA) in jenem Beobachtungszeitraum, der für die derzeitige Grundwasserdynamik als repräsentativ angesehen werden kann.

Wichtiger Hinweis: Niedrigere Grundwasserstände als der angegebene NGW sind aufgrund baulicher Veränderungen vor Beobachtungsbeginn bzw. in Zukunft auch durch klimatische Extremereignisse möglich.

HGW

Höchster Grundwasserstand an der Messstelle (absolute Höhe angegeben in Meter über Adria: müA) in jenem Beobachtungszeitraum, der für die derzeitige Grundwasserdynamik als repräsentativ angesehen werden kann.

Wichtiger Hinweis: Höhere Grundwasserstände als der angegebene HGW sind aufgrund baulicher Veränderungen vor Beobachtungsbeginn bzw. in Zukunft auch durch klimatische Extremereignisse möglich.

MGW

Mittlerer Grundwasserstand ist der arithmetische Mittelwert der Grundwassermesswerte im Beobachtungszeitraum.

 

Grundwasserhochstände (100-jährliche Eintrittswahrscheinlich-keit), HGW-100

Grundwasserhochstand, der im Mittel einmal in 100 Jahren erreicht bzw. überschritten wird. Dieser Wert wurde mittels statistischer Methoden aus den vorhandenen Grundwasserdaten hochgerechnet.

Der Berechnung der 100-jährlichen Grundwasser-Hochstände wurden die bestehenden großräumigen grundwasserrelevanten  Rahmenbedingungen (wie z. B.: Donaukraftwerke, Schutzwasserbauten, Brunnenfelder, etc.) zugrunde gelegt.

Beim HGW-100 handelt es sich um einen hohen Grundwasserstand mit seltener Eintrittswahrscheinlichkeit. Infolge von extremen Witterungsverhältnissen oder im Katastrophenfall kann der HGW-100 auch überschritten werden.

Karten der Grundwasser-Hochstände

Karten der Grundwasser-Hochstände für das Südliche und das Nördliche Tullnerfeld:
Auf diesen Karten sind für jede Grundwassermessstelle die errechneten HGW-100-Werte dargestellt, wobei die Grundwasserdaten bis 31.12.2011 berücksichtigt wurden. Zusätzlich erfolgte eine flächige Interpolation zwischen den Messstellen (blaue Linien).
Auf der Karte ist darüber hinaus durch rote, gelbe und grüne Einfärbung der Abstand des HGW-100 von der Geländeoberfläche, der so genannte Flurabstand, ausgewiesen:

rot:

weniger als zwei Meter

gelb:

zwei bis vier Meter

grün:

mehr als vier Meter

Die Höhendaten der Geländeoberfläche stammen aus dem digitalen Höhenmodell, welches keinen Anspruch auf absolute Richtigkeit erhebt: Unschärfen und Fehler können nicht ausgeschlossen werden. Deshalb ist die farbliche Ausweisung des Flurabstandes ebenfalls mit Unschärfen behaftet und daher nur als Richtwert für großräumige Betrachtungen anzusehen. Für Detailprojekte sollte daher jedenfalls die lokale Geländeoberkante eingemessen werden.

Im Südlichen und Nördlichen Tullner Feld traten an manchen Messstellen Grundwasserhochstände auf, die höher lagen, als der errechnete HGW100-Wert (z.B. 2002). Auf den "HGW100-HGW-Karten" ist eine Kombination des HGW100 mit dem gemessenen höchsten Grundwasserspiegel in Form einer umhüllenden Fläche dargestellt, wobei der jeweils höhere Wert verwendet wurde.

Karte der Grundwasser-Hochstände für das Marchfeld:
Die Karte für das Marchfeld stellt eine Kombination des HGW-100 mit dem gemessenen höchsten Grundwasserspiegel der Jahre 1965-1967 in Form einer umhüllenden Fläche dar, wobei der jeweils höhere Wert verwendet wurde.
Diese Darstellung wurde gewählt, da seit Anfang der 1970er-Jahre der Grundwasserspiegel im Marchfeld  als Folge niederschlagsarmer Jahre in Verbindung mit einer intensiven landwirtschaftlichen Bewässerung nachhaltig abgesenkt wurde. Diese Beeinflussung des Grundwasserhaushaltes wirkt sich vermindernd auf die rechnerisch ermittelten HGW-100-Werte aus.
Im Falle einer Veränderung der äußeren Rahmenbedingungen (z.B.: durch Reduktion des Bewässerungsbedarfs in aufeinander folgenden feuchten Jahren oder durch verstärkte Abdeckung des Beregnungswassers aus dem Marchfeldkanal) ist nicht auszuschließen, dass künftig die vor 1970 beobachteten Grundwasser-Hochstände erreicht werden.
Die bei der Erläuterung der Karten für das Nördliche und das Südliche Tullnerfeld getroffenen Feststellungen zur Ausweisung  der Flurabstände gelten in analoger Form auch für das Marchfeld.

Karte der Grundwasser-Hochstände für das Südliche Wiener Becken:
Die Karte für das Südliche Wiener Becken stellt eine Kombination des HGW-100 mit dem gemessenen höchsten Grundwasserspiegel der Jahre 1965-1967 (bzw. in seltenen Fälle auch davor) dar, wobei der jeweils höhere Wert verwendet wurde. Die Ursache, dass fallweise die dokumentierten Grundwasserhochstände höher liegen, als die statistisch ermittelten Extremwerte, sind nicht auf eine einzige wasserbauliche Großmaßnahme zurückzuführen - deren Bestand auch in Hinkunft als gesichert angesehen werden kann - sondern diese Effekte beruhen auf lokalen Bedingungen (Pumpbetrieb von Brunnen, kleinrämige wasserbauliche Maßnahmen, etc.), deren Veränderung in der Zukunft nicht ausgeschlossen werden kann. Im Falle einer Veränderung der äußeren Rahmenbedingungen (z.B. Reduktion des Bewässerungsbedarfes, Stilllegung von Trinkwasserbrunnen, etc.) ist es nicht auszuschließen, dass künftig die vor 1970 beobachteten Grundwasser-Hochstände wieder erreicht werden.
Die bei der Erläuterung der Karten für das Nördliche und Südliche Tullnerfeld getroffenen Feststellungen zur Ausweisung der Flurabstände gelten in analoger Form auch für das Südliche Wiener Becken.

Bei den Karten der Grundwasser-Hochstände handelt es sich nicht um Grundwasserschichtenpläne. Diese Pläne sind daher nicht zur Ermittlung der Grundwasser-Verlagerungsrichtung zu verwenden.


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