Biologische Landwirtschaft
Biologischer Landbau im Jahr 2008
Verglichen mit den Vorjahren entschlossen sich aufgrund der aktuellen ÖPUL-Erfordernisse mit Herbstantrag 2008 wieder deutlich mehr niederösterreichische Betriebe für den Umstieg auf Biolandbau. Der seit 2002 erkennbare Trend zum Bioackerbau setzte sich auch 2008 fort. Die sehr guten Erzeugerpreise der Biomarktfruchternten 2007 und 2008 trugen zur Umstellungsmotivation bei. In Summe stiegen 309 Betriebe mit 6.510 ha Ackerfläche und 2.165 ha Grünlandfläche neu in den Biolandbau ein.
Damit werden in Niederösterreich aktuell knapp 116.000 ha Acker- und Grünlandfläche von 4.561 Betrieben nach Richtlinien des Biologischen Landbaus bewirtschaftet.
Marktentwicklung im Bio-Landbau
Im Jahr 2008 war der Biomarkt national und international durch Nachfragezuwächse auf Konsumentenebene gekennzeichnet. Im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel konnte der Biosektor vor allem bei Obst, Gemüse und Fleisch zulegen (Quelle: RollAMA). Der Gesamtumsatz des österreichischen Biosektors wird für 2008 mit etwa Mio. 900 EUR geschätzt.
Aus Erzeugersicht waren sowohl der Marktfruchtbereich als auch der Milch- und Fleischsektor durch einen deutlichen Nachfrageüberhang gekennzeichnet. Über entsprechende Informationskampagnen der Landwirtschaftskammer und der Bio-Verbände wurde versucht, neue Biobetriebe zu gewinnen (Bio sucht Bauer, Bio-offensive), um die Produktion mittelfristig ausweiten und die erhöhte Nachfrage abdecken zu können. Die Biomarktfruchtpreise verblieben infolge der (international) starken Nachfrage nach Speise- und Futterware auf hohem Niveau. Verbreitete Auswuchsprobleme in großen Teilen Niederösterreichs verhinderten offenbar trotz einer mengenmäßig sehr guten Getreideernte eine Marktsättigung im Biospeisegetreidemarkt
Pflanzenbauliche Probleme in der Erzeugung von Körnerleguminosen und aktuelle Fütterungsvorgaben aus den VO (EWG) 834/2007 und 889/2008 führten zu einem deutlichen Auseinanderdriften von Angebot und Nachfrage bei Bio-eiweißfuttermitteln. Die Erzeugerpreise für Biokörnerleguminosen befanden sich 2008 auf entsprechend hohem Niveau.
Biofleischmarkt
Der Biorindfleischmarkt entwickelte sich 2008 wie auch in den Jahren zuvor positiv. Die Nachfrage nach Biorindfleisch stieg kontinuierlich an, in beinahe allen Produktkategorien konnten Absatzsteigerungen erzielt werden. Bei den Erzeugerpreisen gab es keine großen Schwankungen, die Preise waren das ganze Jahr hindurch relativ stabil.
Am Bioschweinemarkt verlief der Absatz zu Jahresbeginn sehr gut und war von einer stetigen Nachfrage geprägt. Im Laufe des Jahres brachen aber Exportmärkte ein und somit musste beinahe die gesamte Produktion am österreichischen Markt untergebracht werden. Der damit verbundene Angebotsüberhang führte zu einer Preisreduktion zu Jahresende auf der Erzeugerseite.
NÖ Landes-Landwirtschaftskammer 3100 St.Pölten, Wiener Straße 64
Referat "Ackerbau und Grünland" Beratung für Biologische Landwirtschaft
für den Biologischen Pflanzenbau: Herr DI Martin Fischl
Tel.: 02742 / 259-2112, Fax: 02742 / 259-95-2112,
E-Mail: martin.fischl@l-noe.at
für die Biologische Tierhaltung: Herr DI Stefan Mader
Tel.: 02742 / 259-3406, Fax: 02742 / 259-95-3406,
E-Mail: stefan.mader@lk-noe.at
Fachleute finden interessante Informationen auch unter:
AGES - Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH
Für weitere Informationen werden folgende Adressen empfohlen:
http://www.bioinformation.at/
Informationsplattform des Lebensministeriums für Biokonsumenten.
Erreichbar in ganz Österreich zum Ortstarif unter 0810 / 22 13 14
www.umweltbundesamt.at/umwelt/landwirtschaft/biolandbau
Informationen des Umweltbundesamtes zu den Themen
Biolandbau allgemein, Bioverbände, Forschung und Kontrollstellen
http://www.bioinfo.at/
Homepage der Organisation Bio Austria mit Standorten in Linz und in Wien
ÖIG
Homepage der Östereichischen Interessensgemeinschaft für Biolandbau
AGES
Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH
http://www.bioinformation.at/
Bioinformation
Biolandbau
Umweltbundesamt
Bioinfo
Bio Austria
ÖIG
Östereichischen Interessensgemeinschaft für Biolandbau
LK NÖ
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BMLFUW
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Abteilung Landwirtschaftsförderung (LF3)
Dipl.-Ing. Veronika Müller-Reinwein E-Mail: post.lf3@noel.gv.at
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