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Landwirtschaft


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Landwirtschaft
in Niederösterreich

Tierzucht






Allgemeines

Die Beschlüsse zum Health Check sowie die weitere Ausbreitung der Blauzungenkrankheit in Europa, Österreich war mit den ersten Krankheitsfällen in Oberösterreich und Vorarlberg bereits direkt betroffen, prägten das Jahr 2008. Durch die Novelle zum NÖ Tierzuchtgesetz wurde EU-Konformität in diesem Bereich hergestellt.

Erzeugerpreise für tierische Produkte

Produkt

  

Jahresdurchschnitt
in EUR netto ohne MwSt.

2008:07
in %

 

 

 1995

2007 

2008 

 

Zuchtkühe

Stk

1.287,62

1.574,70

1.684,90

+7,0

Zuchtkalbinnen, trächtig

Stk

1.381,58

1.630,70

1.756,10

+7,7

Einstellrinder, männlich

kg LG

1,90

2,35

2,45

+4,3

Nutzkälber, weiblich

kg LG

2,92

3,09

2,98

-3,6

Schlachtstiere1)

kg SG

1,57

2,97

3,19

+7,4

Schlachtkalbinnen1)

kg SG

1,50

2,64

2,81

+6,4

Schlachtkühe1)

kg SG

1,15

2,11

2,28

+8,1

Schlachtkälber1)

kg SG

2,93

5,09

5,05

-0,8

Milch 4,2% Fett, frei Hof

100 kg

26,96

33,70

39,00

+15,7

Zuchteber

Stk

806,01

853,20

847,40

-0,7

Zuchtsauen

Stk

516,27

375,30

369,20

-1,6

Mastschweine geschl

kg

1,16

1,33

1,53

+15,0

Ferkel

kg

1,91

1,71

1,96

+14,6

Masthühner lebend

100 kg

83,28

81,67

89,66

+9,8

Eier, Landware

100 Stk

9,45

11,55

12,60

+9,1

1) bis 1995 Lebendgewicht, ab 1999 Umstellung auf Schlachtgewicht

Quelle: LBG, Landwirtschaftlicher Paritätsspiegel

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Schweine

Marktlage

2008 wurden in Niederösterreich 1,177 Mio. Schweine geschlachtet. Das waren um fast 41.000 (+3,5%) mehr als im Jahr zuvor und der Höchstwert seit 2004.

Die Schweinezählung mit Stichtag 1. Dezember 2008 ergab für Niederösterreich einen Schweinebestand von 844.761 Stück. Im Vergleich zum Ergebnis ein Jahr zuvor ist der Bestand damit um 83.750 Stück oder neun Prozent verringert worden. Nach der Steigerung im vergangenen Jahr setzt sich damit der rückläufige Trend in allen Kategorien wieder deutlich fort. Mit über 13 Prozent sind Mastschweine über 50 kg im Jahresvergleich besonders vom Rückgang betroffen. Ihre Zahl macht am Stichtag 302.300 Stück aus. Rund neun Prozent macht er bei Ferkeln unter 20 kg (219.300 Stück) und Zuchtsauen über 50 kg (86.700 Stück) aus. Mit 3,5 Prozent fällt der Rückgang bei Jungschweinen zwischen bis 50 kg (234.100 Stück) moderater aus.

Zum Stichtag gehalten wurden in Niederösterreich Schweine auf 8.680 Betrieben, das waren um 1770 oder 17 Prozent weniger als im Vorjahr und erstmals weniger als 9.000 Betriebe. Diese massive Abnahme muss auch im Zusammenhang mit erhebungstechnischen Unterschieden zum Vorjahr gesehen werden.

Nach dem Tiefpreisjahr 2007 stellte sich 2008 für die Produzenten von Mastschweinen wieder freundlicher dar. Im Durchschnitt der Klassen S-P erzielten die NÖ Schweinemastbetriebe einen Jahresdurchschnittspreis von EUR 1,58 pro kg und damit um 22 Cent mehr als 2007 und um drei Cent mehr als 2006. Die Erzeugerpreise lagen das ganze Jahr über dem Niveau von 2007 und erreichten in der zweiten Jahreshälfte bisherige absolute Höchstwerte. Die vorallem im ersten Halbjahr immer noch hohen Futtermittel- und Betriebsmittelkosten schmälerten aber die Ertragssituation der Landwirte. So lag 2006 die direktkostenfreie Leistung bei ähnlichen hohen Erzeugerpreisen wie 2008 bei EUR 35,8 je Schlachtschwein, während sie 2008 nur EUR 24,1 erreichte. Im Krisenjahr 2007 wurden unter Anwendung derselben statistischen Annahmen nur EUR 18,- erzielt.

Die ersten Wochen des Jahres standen noch unter dem Eindruck der schwierigen Marktlage, die zu EU-weiten marktpolitischen Gegenmaßnahmen geführt hatten. Mit durchschnittlich EUR 1,34 wurde in dieser Zeit auch das Jahrestief durchschritten. Erst Anfang März konnten sich die Preise bei kleinerem Angebot und guter Nachfrage im In- und Ausland verbessern. Mitte April mussten nochmals deutliche Kursverluste verkraftet werden. Von da an verbesserte sich die Preissituation bei reger Nachfrage (EURO 08) und vorallem kleinem Angebot bis zu einem Jahreshoch von EUR 1,82 im Durchschnitt aller Klassen Anfang September. Die folgenden Wochen waren wieder von rückläufigen Kursen geprägt. Im Oktober verliefen die Kursverluste mit minus 23 Cent innerhalb eines Monats besonders heftig. Ausschlaggebend dafür waren ein umfangreiches Angebot bei zurückhaltendem Kaufinteresse sowie der angespannte Kapitalmarkt, der Exporte in den Osten sehr erschwerte. Einer Stabilisierungsphase im November folgte bei größerem Angebot eine weitere Absenkung zum Jahresende.

Die 2007 von der EU-Kommission gesetzten Maßnahmen zur Stabilisierung des europäischen Schweinemarktes setzten 2008 ihre Wirkung fort. Ende Februar ermöglichte die Kommission eine Verlängerung der Lagerzuschüsse für das bis Ende November zur privaten Lagerhaltung angemeldete Schweinefleisch. In Österreich wurden 3.000 Tonnen privat eingelagert. Der Großteil davon für fünf Monate und für 1.790 Tonnen wurde der Lagerzuschuss Ende Februar um bis zu drei Monate verlängert. Die Exporterstattung für Schlachthälften und Teilstücke wurden von der EU-Kommission mit 8. August wieder eingestellt.

Schweinezucht in Niederösterreich 2008

Gesamtverkäufe - Ab Hof - Versteigerung - Export

 

        576   Eber                         Ø      EUR   803

     2.591   Sauen trächtig      Ø      EUR   440

        562   Sauen unbelegt     Ø      EUR   374

   10.927   ÖHYB-Sauen          Ø      EUR   289

   14.656   Gesamtverkauf

Quelle: NÖ LK

 

Künstliche Besamung und Leistungsprüfung beim Schwein

In der Schweinebesamungs GesmbH konnten insgesamt 203.797 Tuben Sperma vermarktet werden. Die Eberauslastung war hoch und die Absatzauswertungen zeigten weitere Verschiebungen zu größeren Mengen je Bestellung. In den letzten Jahren konnte das Absatzvolumen kontinuierlich gesteigert werden, wobei eine Veränderung in der Kundenstruktur, der hohe Qualitätsmaßstab und das Kundenservice wichtige Faktoren für den Zuspruch, den die Schweinebesamungsstation bekommen hat, darstellen.  

 

Betriebszweigauswertung Schweinehaltung

Marktlage

Das Jahr 2008 begann für die Schweinehaltung recht ernüchternd. Das Preistief, das im zweiten Quartal 2007 begonnen hatte, setzte sich bis ins erste Halbjahr 2008 fort. Die Situation wurde zusätzlich durch gestiegene Produktionskosten verschärft. Diese Situation führte auf vielen Betrieben 2007/08 zu einer ernsten finanziellen Schieflage. Einsetzend mit dem 2. Halbjahr konnten sich die Schlachtschweinepreise stabilisieren. Am Ferkelmarkt setzte eine langsame Erholung zum dritten Quartal ein.

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Rinder

Marktlage

2008 wurden in NÖ 134.800 Rinder geschlachtet. Damit erhöhte sich die Zahl der Schlachtungen gegenüber dem Vorjahr um 5.600 Stück oder 4,2 Prozent. Mit fast acht Prozent hat sich die Zahl der Kuhschlachtungen besonders stark auf rund 37.500 Stück erhöht. Während die Zahl der geschlachteten Stiere (70.790) und Ochsen (4.670) um rund drei Prozent zunahm, blieb die Zahl der Kalbinnen (21.890) fast unverändert. Nach einem Rückgang im Vorjahr nahmen auch die Kälberschlachtungen wieder zu (9.520).

Die Rinderzählung zum 1. Dezember 2008 ergab einen Gesamtbestand von etwa 450.000 Rindern in NÖ. Damit liegt das Ergebnis um 2.600 Tiere oder 0,6 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Während die Zahl der Milchkühe mit 104.000 annähernd unverändert blieb, nahmen die rund 60.000 Nutz- und Zuchtkalbinnen und die 56.000 Stiere zwischen ein und zwei Jahren um sechs Prozent ab. Dagegen vergrößerte sich der Bestand von Schlachtkalbinnen und Schlachtkälbern zum Vorjahr um rund 20 Prozent.

Der Rindfleischmarkt war 2008 EU-weit von knapperem Angebot gekennzeichnet. Das schwierige Vermarktungsjahr 2007 hat zu einem verkleinerten Binnenaufkommen geführt, das in Folge des Importstopps für brasilianisches Rindfleisch auch nicht vollständig ergänzt werden konnte. So lagen der Durchschnittspreise für Schlachtstiere über alle Klassen zu Jahresbeginn und vorallem in der zweiten Jahreshälfte auf bisherigen Allzeithochs. Im Jahresschnitt lag der Durchschnittspreis über alle Klassen bei EUR 3,24 pro kg Schlachtgewicht. Das waren 21 Cent mehr als im Jahr 2007 und sieben Cent mehr als 2006. Die Erlöse wurden allerdings in der ersten Jahreshälfte noch durch hohe Futtermittel- und Energiekosten geschmälert.

Vom Höchstniveau des Vorjahres von EUR 3,30 startend blieben die Schlachtstierpreise das ganze Jahr zum Teil sehr deutlich über dem schwachen Vorjahresniveau. Bis Ende April betrug die Preisdifferenz zum Vorjahr rund zehn Cent. Da sich die Preise im zweiten Quartal aber über einen langen Zeitraum auf EUR 3,10 im Durchschnitt aller Klassen stabilisieren konnten, vergrößerte sich der Unterschied auf bis zu 38 Cent. Kleines Angebot ermöglichte im dritten Quartal eine stetige Verbesserung der Preise. Dieser Trend wurde nur zum Ende der Weidezeit kurz unterbrochen. Das letzte Quartal des Jahres war von sehr hohen Erzeugerpreisen bis EUR 3,40 geprägt. Im November führten allerdings finanzielle Engpässe bei den Verarbeitern in Folge der Finanzkrise zu einem deutlichen Einbruch, der bis Jahresende wieder ausgeglichen werden konnte.

Vom knappen EU-Angebot konnte auch der Schlachtkuhmarkt profitieren. Der Jahresschnitt 2008 lag bei EUR 2,40 gegenüber EUR 2,21 im Jahr davor. Bis Mitte Oktober lagen die durchschnittlich erzielten Preise zum Teil deutlich über dem bisherigen Höchstniveau. Die Vergrößerung des Angebots durch die wiedererstarkten Importe aus Südamerika und die Auswirkungen der Finanzkrise (Nachfrageeinbrüche bei Leder für die Autoindustrie) führten dann aber zu deutlichen Preiseinbrüchen. Schlachtkalbinnen übertrafen mit einem Jahresdurchschnittswert von EUR 2,93 je kg Schlachtgewicht das Preisniveau des Vorjahres um 17 Cent.

Kalbinnenankaufsaktion

Gegenstand der Förderungen ist die Gewährung von Zuschüssen beim Ankauf von weiblichen Zuchtrindern. Im Rahmen dieser Aktion wurden in Niederösterreich im Jahr 2008 für 1.140 Kalbinnen Ankaufsprämien in der Höhe von EUR 250.140 ausbezahlt.

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Künstliche Besamung beim Rind

Bei der NÖ Genetik Rinderbesamung GmbH konnte sowohl der Samenabsatz im Inland (+0,5 %) als auch der Samenabsatz in die anderen Bundesländer und in den Export (+12 %) erhöht werden.

Auf Basis des Kooperationsabkommens mit der Rinderzucht Steiermark wurde die Fusion der beiden Besamungsstationen konkret vorbereitet.

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De-minimis Formulare

Hier finden Sie Formulare für die Abwicklung von Tierzuchtförderungen gem. § 27 des NÖ Tierzuchtgesetzes 2008 im Rahmen einer De-minimis-Beihilfe.

Formular für Landwirte:

Agrarische De- minimis-Erklärung an die Gemeinde

Formulare für Gemeinden:

Gewährung agrarischer De-minimis-Beihifen durch die Gemeinde

Meldung ausbezahlter agrarischer De-minimis-Beihilfen durch die Gemeinde

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Schafzucht

Der NÖ Landeszuchtverband für Schafe und Ziegen ist offizielle Ohrmarkenvergabestelle und hat 2008 ca. 50.000 Ohrmarken versandt und zahlreiche Informationen zu diesem Thema weitergegeben.

Im Jahr 2008 wurden fünf Bewertungen durchgeführt, bei denen 96 Stk. männliche Zuchttiere bewertet wurden. Ca. 900 weibliche Tiere wurden am Hof bewertet und ins Herdebuch aufgenommen.

Die Anzahl der Herdebuchzüchter konnte von 107 Betrieben 2006 auf 150 Betriebe 2008 gesteigert werden.

Wie in den Vorjahren wurden die Ultraschallprüfungen dezentral bei den einzelnen Betrieben durchgeführt und 456 Tiere fleischleistungsgeprüft.

Bei der Schaf- und Ziegenkäseprüfung anlässlich der Wieselburger Messe konnten die Nö. Schaf- und Ziegenbauern nicht nur das Goldene Kasermandl erreichen, sondern auch zahlreiche Spitzenplätze belegen.

Schafkäseproduzenten belieferten wie in den Vorjahren regionale Billa-Filialen mit Ihren Spezialitäten.

Für die bäuerlichen Schafkäselieferanten an die Firma BILLA konnte 2008 eine Preiserhöhung von 10 % erreicht werden, bzw. wurden durch Vermittlung des Nö. Landeszuchtverbandes für Schafe und Ziegen 2 Schafkäseerzeuger neu gelistet.

2008 wurden ca. 45 Weiterbildungsveranstaltungen und Kurse zum Thema Schafschur- und Klauenpflege, Parasiten-Pro-Seminare, Herdemanagementseminare, Weidefachtage, Fütterungsseminare, Einsteigerkurse, uvm. abgehalten.

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Pferdezucht

Dem Verband NÖ Pferdezüchter gehören 1.022 Mitglieder an.

Pferdezucht in Niederösterreich 

 Rasse

 absolut 

 relativ in %

 Haflinger

 416 

 39,1

 Warmblut

 455 

42,8

 Noriker

 157 

 14,8

 Araber

 15 

 1,3

 Spezialrassen

 21 

 2,0

.

 1.022

100

Quelle: NÖ LK

Insgesamt sind 1.865 Zuchtstuten eingetragen, davon allein 753 Haflingerstuten. Der Verband NÖ Pferdezüchter organisierte vom 2. - 3. Mai seine 31. Zentrale Stutbucheintragung in Amstetten. Insgesamt wurden 45 Haflingerstuten und 45 Warmblutstuten zur Bewertung vorgestellt und alle eingetragen. Am 3. August fand die Zentrale Norikerstuteneintragung mit 29 Stuten statt. Von den 1.865 Zuchtstuten sind 347 Norikerstuten im Zuchtbuch eingetragen.

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Geflügelwirtschaft

Salmonellenabsicherung

Die Absicherung der Legehennenbetriebe im Falle des Auftretens von Salmonellen, wurde durch ein mit Jänner 2009 in Kraft tretendes Vermarktungsverbot der Eier zur obersten Priorität. Ein Versicherungsmodell zur betrieblichen Absicherung konnte ausgearbeitet werden. 

Haltungsformkennzeichnung

Ein Schwerpunkt 2008 war, für Gastronomie- und Eiverarbeitungsbetriebe eine Haltungsformkennzeichnung für die verwendeten Eier zu schaffen. Zielsetzung dieser Maßnahme ist, dass dort auch nach dem Käfigverbot ab 2009 möglichst viele niederösterreichische Eier verwendet werden. 

Rahmenbedingungen für Mastgeflügel

Zur Absicherung der Mastgeflügelproduktion in Niederösterreich, wurden Initiativen zur Anhebung der Besatzdichten laut Bundestierschutzgesetz durchgeführt.

Beratungen von Neueinsteigern in den Alternativlegehennenbereich

Der Schwerpunkt der Beratung lag in der Information über die Alternativlegehennenhaltung für bestehende Käfighennenbetriebe als auch für Neueinsteiger in die Legehennenhaltung.

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Teichwirtschaft

Absatz- und Preissituation

Die Karpfenernte im Waldviertel fiel überdurchschnittlich gut aus. Bedingt durch die gestiegene Nachfrage sowohl nach Speise- als auch Besatzkarpfen konnten die Fische zur Gänze vermarktet werden. Auch die Nachfrage nach Biokarpfen stieg weiter an.

Die „Ybbstalforelle" wurde neu in den Produktkatalog der Genuss Region Österreich aufgenommen.

Die in Kraft gesetzte neue NÖ Kormoran- und Graureiherverordnung bietet eine gesetzliche Grundlage für eine Bestandesregulierung bei den gegenständlichen Vogelarten, welche Jahr für Jahr zunehmende Schäden an den Fischbeständen verursachen.

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Bienenhaltung

Größere Probleme im Gesundheitsbereich bereitete neben der Varroa-Milbe das verstärkte Auftreten von Faulbrut. Dadurch traten im Jahr 2008 zum Teil erhebliche Verluste an Bienenvölkern auf.

Das Land Niederösterreich genehmigte grundsätzlich die Ausbringung eines Antibiotikums gegen den Erreger des Feuerbrandes in Erwerbsobstanlagen von Kernobst. Da eine allfällige Ausbringung des Antibiotikums während der Blütezeit der Bäume erfolgen muss, bestand beim Zusammentreffen ungünstiger Umstände die Gefahr, dass auch Honig durch dieses Antibiotikum kontaminiert werden könnte. Es wurde deshalb ein Plan erarbeitet, der Maßnahmen vorsah, bei deren Anwendung eine Kontamination möglichst hintangehalten werden sollte. Für den Fall einer Kontamination wurde auch die Vorgangsweise bei der Entsorgung dieses Honigs festgelegt. Günstige Witterungsbedingungen während der Blütezeit trugen dann dazu bei, dass eine Ausbringung des Antibiotikums nicht nötig war.

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Wildtierhaltung

Es wurden mit Handelsketten Gespräche geführt, um für ganze Schlachtkörper von Gehegewild einen Markt zu schaffen. Letztendlich scheiterte die Initiative daran, dass man von Seiten der Handelsketten nur fertig verpackte Teilstücke ankaufen wollte.

Die Mitarbeit bei der Erstellung von bundesweit geltenden Hygienerichtlinien für Schlachtung und Verarbeitung des Gehegewildes war auch 2008 wieder ein Schwerpunkt.

Zur Verkaufsunterstützung von Gehegewild wurden Vermarktungshilfen (Werbematerialien) organisiert und das Verbandslogo modernisiert.

Auch 2008 wurden wieder Kurse für ein sachkundiges Schießen von Gehegewild und über die Anwendung von Arzneimittel bei Wildtieren abgehalten.

Zahlreiche Beratungen von Neueinsteigern in die landwirtschaftliche Wildtierhaltung wurden durchgeführt, da die Gehegewildhaltung eine interessante Alternative zur extensiven Grünlandnutzung bietet.

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WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN
Publikationen

Publikationen zum gewählten Thema finden Sie hier.
Ihre Kontaktstelle des Landes

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung LF3


Ing. Harald Schager, E-Mail: post.lf3@noel.gv.at
Tel: 02742/9005 DW 12984, Fax: 02742/9005 DW 13535

3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus 12

Lageplan, Adressen aller Dienststellen


Letzte Änderung dieser Seite: 01.12.2009