Nahwärme aus Biomasse in Niederösterreich

Das Land Niederösterreich setzt bereits seit mehr als 3 Jahrzehnten auf die Nutzung von Alternativenergie und hier speziell auf heimische, umweltfreundliche Biomasse!

Mit Ende des Jahres 2017 stehen in Niederösterreich insgesamt 755 Biomasse-Nahwärmeanlagen und 27 Biomasse KWK-Anlagen (somit in Summe 782 Anlagen) mit einer gesamten installierten Biomassekessel-Leistung von rund 934 MW in Betrieb. Die Summe der Anschlussleistungen, der mit Wärme versorgten Objekte, beträgt rund 1.338 MW. Nach Einbeziehung sämtlicher Änderungen der spezifischen Eckdaten durch Erweiterungen bereits bestehender Anlagen und Vornahme diverser Korrekturen aufgrund von Nacherhebungen von älteren Anlagen stellt sich die Nahwärmestatistik 2017 folgendermaßen dar: 

Biomasse aus Holz

Über eine Gesamt-Nahwärmetrassenlänge von 1.123.800 Laufmetern werden mehr als 36.250 Abnehmer mit Wärme aus Biomasse versorgt. Die Wärme wird durch den Einsatz von 4.741.000 Schüttraummetern Waldhackgut aus der Land- und Forstwirtschaft und 1.477.000 Schüttraummetern an Sägespänen und Säge­hackgut (in Summe 6.218.000 Schüttraummeter) in Heiz- und Heizkraftwerken sowie durch den Einsatz von rd. 17.000 t Stroh in Heizwerken erzeugt. Diese Brennstoffmenge entspricht rund 20.100 Tanklastzüge Heizöl.

Im Vergleich dieser Zahlen spiegelt sich eine Verbesserung der Versorgungsstruktur der einzelnen Anlagen im Hinblick auf die Wärmebelegung (=Verhältnis von Anschlussleistung zu Trassenlänge) wieder. Auf Grund der Ausrichtung der Projekte, weg von langen Ortsnetzen hin in Richtung Ortskern-Versorgung, stieg die Wärme­belegung auf über 1,0 womit eine im Schnitt optimale Wärmebelegung erreicht wird.

Unter dem Gesichtspunkt der Optimierung der Anlagen wird großes Augenmerk darauf gelegt, dass vorwiegend Einzelobjektversorgungen und Mikronetze (kleine Nahwärmenetze mit kurzen Wärmeleitungen zur Versorgung weniger Objekte – Ortskerne) und Biomasse-Nahwärmenetze in urbanen Gebieten gebaut werden. 

Die Errichtung der 755 Biomasse-Heizwerke hat von 1983 bis 2017 ein Investitionsvolumen von rund € 578.000.000,- und die Errichtung der 27 Biomasseheizkraftwerke ein Investitionsvolumen von € 373.000.000,- (in Summe somit € 951.000.000,-) her­vorgerufen.

Durch die Substituierung fossiler Energieträger kann allein durch die Biomasse-Nahwärmeanlagen (ohne KWK-Anlagen) pro Jahr eine Menge von ca. 390.000 t CO2 eingespart werden. Die Stromerzeugung durch die Biomasse-KWK-Anlagen bringt eine zusätzliche CO2-Einsparung von ca. 153.000 t pro Jahr.

Die Land- und Forstwirtschaft profitiert durch die Lieferung von rund 
4.741.000 Schüttraummeter Waldhackgut und 17.000 t Stroh dahingehend, als dass ca. € 86.500.000,- an Wertschöpfung pro Jahr in der Region verbleibt und nicht ins Ausland durch den Zukauf von fossilen Brennstoffen abfließt.

Die Wertschöpfung durch Nutzung von rund 1.477.000 Schüttraummeter an Sägenebenprodukten beträgt € 20.684.000,- die vorwiegend dem Holzverarbeitenden Gewerbe zu Gute kommt. In Summe beträgt die Wertschöpfung allein durch den Betrieb der Biomasse Nahwärme- und Biomasse-KWK-Anlagen in NÖ € 107.184.000,- pro Jahr.

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Letzte Änderung dieser Seite: 19.12.2018
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