Wasserzukunft Niederösterreich 2050

In der Studie „Wasserzukunft Niederösterreich 2050“ hat das Land NÖ untersucht, wie sich der Wasserbedarf und das Wasserdargebot bis 2050 in NÖ entwickeln werden.

Foto Hände und Wasser
© weinfranz

Niederösterreich hat derzeit landesweit gesehen ausreichende Grundwasservorräte, um den Bedarf für öffentliche Versorgung, selbstversorgte Industrie und Landwirtschaft sicher abdecken zu können.

Regionale Unterschiede in Bedarf und Dargebot können durch überregionale Transportleitungen ausgeglichen werden.

Ziel des Landes Niederösterreich ist es, auch im Jahr 2050 eine sichere Wasserversorgung gewährleisten zu können. In der Studie „Wasserzukunft Niederösterreich 2050“ wurden Prognosen erstellt, wie sich der Wasserbedarf und damit die Wasserentnahmen aus dem Grundwasser entwickeln werden. Demgegenüber stehen mögliche Veränderungen beim natürlichen Wasserdargebot, die auf die Auswirkungen des Klimawandels zurückzuführen sind. Der Ist-Zustand und die Prognosen für das Jahr 2050 wurden für 11 Teilregionen erstellt. Diese unterscheiden sich in ihren natürlichen Voraussetzungen für die Wasserversorgung, aber auch im derzeitigen und zukünftigen Wasserbedarf.

Damit kann für jede Region abgeschätzt werden, ob bis 2050 mit Wasserknappheit zu rechnen ist und welche Strategien zweckmäßig sind, um auch im Jahr 2050 über eine gesicherte Wasserversorgung verfügen zu können.


Auch wenn der Bedarf für die öffentliche Wasserversorgung, Landwirtschaft und Industrie zukünftig steigt und die natürlichen Wasserressourcen aufgrund zunehmender Klimaerwärmung regional abnehmen könnten, wird Niederösterreich auch 2050 in einer landesweiten Bilanz über ausreichende Wasservorräte verfügen. Eine regionale Betrachtung zeigt jedoch ein recht unterschiedliches Bild: In einigen Regionen wird das natürlich vorhandene Wasserdargebot bis 2050 zu rd. 80% oder mehr durch den jeweiligen Wasserbedarf ausgeschöpft werden. Dies betrifft das südliche Wiener Becken, das Weinviertel und das Traisental. Im Waldviertel, im Wienerwald und am Ostrand des Südlichen Wiener Beckens ergibt sich zwar ein theoretisch ausreichendes Grundwasserdargebot, das allerdings durch eine eingeschränkte Gewinnbarkeit nur begrenzt verfügbar ist.

In jenen Regionen, wo das Wasserdargebot bis 2050 zu einem erheblichen Anteil durch den Wasserbedarf ausgeschöpft wird, wird das Land Niederösterreich gemeinsam mit den Gemeinden regional angepasste Strategien entwickeln, um die öffentliche Wasserversorgung langfristig abzusichern. Dazu sind überregionale Transportleitungen weiter auszubauen. Durch zusätzliche Brunnen und Quellen oder durch den Zusammenschluss mit Nachbargemeinden können Gemeinden ein „zweites Standbein“ der Wasserversorgung schaffen, um so die Versorgungsicherheit zu erhöhen.

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Letzte Änderung dieser Seite: 6.6.2019
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