02.02.2026 | 10:39

Neues Weltraum-Forschungsprojekt in Wiener Neustadt startet

LH-Stv. Pernkopf: Wissenschaft bringt Lösungen für die Zukunft

„Wir investieren in die Wissenschaft, denn sie bringt Lösungen für die Zukunft. Gerade die Weltraumforschung ist dabei nicht nur wichtig für die Sicherheit, sondern sie bringt auch konkrete Innovationen für unseren Alltag. Außerdem stärkt diese hochspezialisierte und technisierte Forschung auch die Wirtschaft in Niederösterreich. Daher unterstützen wir jetzt ein neues Forschungsprojekt aus Wr. Neustadt“, so Wissenschaftslandesrat LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. Er ist überzeugt: „Neue Erkenntnisse helfen, Niederösterreich und die Welt weiterzuentwickeln, das Leben leichter und das Zusammenleben besser zu machen.“

Das Forschungsunternehmen der FH Wiener Neustadt, die FOTEC Forschungs- und Technologietransfer GmbH, wird im Forschungsprojekt IBEAM (Investigating Beam Emission and Mechanics) hochpräzise elektrische Antriebssysteme für Satelliten, sogenannte Field Emission Electric Propulsion (FEEP) Triebwerke, weiterentwickeln. Diese Technologie ist essenziell für Erdbeobachtung, Navigation und wissenschaftliche Missionen und ermöglicht besonders treibstoffeffiziente und exakte Bahnmanöver. Ein besonderer Schwerpunkt von IBEAM liegt auf der Erforschung neuartiger Ionenemitter sowie auf Strahlungstests mit hochenergetischen Protonen am MedAustron in Niederösterreich. Damit wird untersucht, wie robust diese Schlüsselkomponenten unter realistischen Weltraumbedingungen sind – ein wichtiger Schritt für langlebige und zuverlässige Satellitensysteme.

Bernhard Seifert, Leiter des Bereichs „Aerospace Engineering“ bei der FOTEC, erklärt das Potential von elektrischen Antriebssystemen für zukünftige wissenschaftliche Weltraummissionen: „Satelliten zur Erdbeobachtung müssen sehr präzise ausgerichtet werden. Unsere FEEP Triebwerke sind dafür bestens geeignet und ermöglichen aufgrund ihres geringen Treibstoffverbrauchs eine lange Missionsdauer. Im Rahmen von IBEAM sollen Faktoren identifiziert werden, die sich negativ auf die Lebensdauer auswirken können. Dies hilft, unsere Triebwerke noch besser an die harschen Bedingungen des Weltraums anzupassen.“

Das Projekt, das vom Land Niederösterreich mit 80.000 Euro unterstützt wird, wird in enger Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Wiener Neustadt umgesetzt und bindet Studierende aktiv in die Forschungsarbeiten ein. Pernkopf: „Dadurch wird nicht nur Spitzenforschung betrieben, sondern auch gezielt der wissenschaftliche Nachwuchs in der Region gefördert.“

Niederösterreich ist bereits heute ein wichtiger globaler Player im Bereich der Weltraumforschung. Internationale Kooperationen, beispielsweise mit der ESA, eigene Labore und Forschungseinrichtungen und ein eigener Studiengang im Bereich „Aerospace Engineering“ in Wiener Neustadt unterstreichen die wachsende Bedeutung des Bundeslands als Raumfahrt- und Technologiestandort. Technologien, die ursprünglich für den Einsatz im All entwickelt wurden, finden später oft Anwendung im täglichen Leben, beispielsweise GPS-Systeme, kabellose Kopfhörer oder Photovoltaikanlagen.

Nähere Informationen beim Büro LH-Stv. Pernkopf unter 02742/9005-12704, Jürgen Maier, und e-mail lhstv.pernkopf@noel.gv.at.

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