Der Notruf Niederösterreich verzeichnete im Jahr 2025 mehr als 100.000 telefonische Beratungskontakte. Ein zentraler Baustein für den Notruf Niederösterreich sind die Leitstellenärztinnen und Leitstellenärzte, die seit 2025 rund um die Uhr im Dienst sind. Sie begleiteten im vergangenen Jahr mehr als 4.100 Einsätze. Zu diesen Zahlen, Daten und Fakten informierten am gestrigen Dienstag bei einer Pressekonferenz im Hollywood-Megaplex-Kinocenter in St. Pölten unter anderem Landesrätin Eva Prischl, Landesrat Martin Antauer sowie die Notruf-Niederösterreich-Geschäftsführer Josef Schmoll und Christian Fohringer. Dabei zogen sie Bilanz über das Jahr 2025 und gaben einen Ausblick auf das Jahr 2026.
Gesundheitslandesrätin Prischl bezeichnete den Notruf Niederösterreich als das „Rückgrat der stabilen und verlässlichen Gesundheitsversorgung in unserem Bundesland“. Der Notruf Niederösterreich sei mehr als eine Notrufannahme – durch eine gezielte Patientensteuerung würden Krankenhäuser entlastet. Das Bundesland Niederösterreich unterstütze bewusst Modelle wie 1450, das Akutteam NÖ und Community Nurses, insbesondere außerhalb der Ballungsräume, um eine besonders gute Gesundheitsversorgung auch im ländlichen Raum zu gewährleisten. Gerade außerhalb der Ballungszentren brauche es Strukturen, die rasch entscheiden, welche Hilfe notwendig sei und wie sie am effizientesten organisiert werden könne, betonte die Landesrätin. „Notärztinnen und Notärzte stehen damit dort zur Verfügung, wo sie wirklich gebraucht werden“, so Prischl.
Landesrat Antauer verwies auf die Herausforderungen durch demografischen Wandel, steigenden medizinischen Bedarf und Personalmangel. Ein „Weiter wie bisher“ sei nicht nachhaltig. Mit dem Gesundheitsplan 2040+ und dem regionalen Strukturplan Gesundheit 2030 würden klare Strukturen geschaffen, so der Landesrat. Der Notruf Niederösterreich leiste dabei einen unverzichtbaren Beitrag, indem Patientinnen und Patienten gezielt an die richtige Stelle vermittelt würden – nicht jeder Krankheitsfall erfordere ein Spital oder einen Notarzt, meinte er. Notruf Niederösterreich vereine heute unter einem Dach den Notruf, die Rettungsdisposition, die Gesundheitsberatung 1450, den Ärztedienst 141, die Acute Community Nurses und das AKUTteam Niederösterreich. Diese Struktur setze den Grundsatz „digital vor ambulant vor stationär“ konsequent um.
Josef Schmoll, Geschäftsführer von Notruf Niederösterreich, berichtete, im Jahr 2025 sei die gesamte IT- und Leitstelleninfrastruktur weiter modernisiert worden. „Auch die Blackout-Resilienz wurde nachhaltig gestärkt“, sprach er einen weiteren Aspekt an. Redundante Kommunikationswege über Satelliten, Pager und Funk würden die Handlungsfähigkeit auch bei großflächigen Ausfällen sicherstellen, so Schmoll. Mit insgesamt 1.688.602 Kontakten im Jahr 2025 – davon rund 1,3 Millionen Telefonate und knapp 383.000 Online-Kontakte über Chatservices, elektronische Transportanmeldungen und Schnittstellen – zeige sich deutlich der Wandel hin zu einer zunehmend digitalen Gesundheitskommunikation.
Geschäftsführer Christian Fohringer sagte: „Die Ansprüche der Bevölkerung haben sich verändert.“ Jeder Anruf erfordere eine passgenaue Versorgung. Entscheidend sei, dass alle Dienstleistungen ineinandergreifen – von der Hotline 1450 über den Rettungsdienst bis zu mobilen Versorgungseinheiten. Patientensteuerung beginne nicht erst beim Eintreffen vor Ort, sondern bereits am Telefon beim Erstkontakt. Nicht jeder Patient bzw. nicht jede Patientin brauche ein Krankenhaus – aber jeder Mensch benötige die richtige Versorgung, so Fohringer. Am Telefon werde bereits frühzeitig eingeschätzt, welche Form der Versorgung tatsächlich nötig sei, führte er weiter aus.
Im Anschluss an die Pressekonferenz wurde der neue Imagefilm von Notruf Niederösterreich präsentiert, in dem die Partnerorganisationen Rotes Kreuz, Samariterbund, Christophorus Flugrettung, Berg- und Wasserrettung, Hundestaffeln sowie Flug- und Alpinpolizei zeigen, wie gut die Zusammenarbeit aller Blaulicht- und Einsatzorganisationen in Niederösterreich funktioniert. Dieser Film wird unter anderem künftig bei Sicherheitstagen in den niederösterreichischen Gemeinden gezeigt.
Weitere Informationen im Büro LR Antauer, Pressesprecher Robert Lugar, Telefon 0676/3517734, E-Mail robert.lugar@noel.gv.at, bzw. Büro Landesrätin Eva Prischl, Pressesprecher/Büroleiter-Stellvertreter Mag. Dr. Anton Heinzl, Telefon 02742/9005-12576, Mobiltelefon 0676/4073709 sowie 0676/81212576, E-Mail anton.heinzl@noel.gv.at oder unter der E-Mail presse@notrufnoe.at, https://notrufnoe.com/
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