01.09.2026 | 12:45

VCÖ-Mobilitätspreis NÖ für Ziviltechnikerbüro IKW ZT, Marktgemeinde Wiener Neudorf und Stadtbus Amstetten

LH-Stv. Pernkopf: Ausgezeichnete Projekte sind Mutmacher für kommende Projekte

Der VCÖ-Mobilitätspreise NÖ 2026 ging an das Ziviltechnik-Unternehmen IKW ZT aus Amstetten: Preisüberreichung an Geschäftsführer Wolfgang Voglauer (Mitte) durch VCÖ-Sprecher Christian Gratzer, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Rudolf Wroblewski, ÖBB-Infrastruktur AG, und VOR-Geschäftsführer Alexander Schierhuber (v.l.n.r.)
Der VCÖ-Mobilitätspreise NÖ 2026 ging an das Ziviltechnik-Unternehmen IKW ZT aus Amstetten: Preisüberreichung an Geschäftsführer Wolfgang Voglauer (Mitte) durch VCÖ-Sprecher Christian Gratzer, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Rudolf Wroblewski, ÖBB-Infrastruktur AG, und VOR-Geschäftsführer Alexander Schierhuber (v.l.n.r.)© NLK BurchhartDownload (1.6Mb)

Der VCÖ-Mobilitätspreis 2026 stand unter dem Motto „nachhaltig.effizient.innovativ“. Gesucht waren innovative Projekte, die dazu beitragen, Mobilität und Gütertransport umweltverträglicher, energieeffizienter und gesünder zu gestalten und das Verkehrssystem zukunftsfit zu machen. Im Rahmen eines Pressegesprächs mit LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Rudolf Wroblewski, ÖBB-Infrastruktur AG, VOR-Geschäftsführer Alexander Schierhuber und VCÖ-Sprecher Christian Gratzer wurden am heutigen Dienstag im Landhaus in St. Pölten jene drei Projekte Niederösterreichs, die von der Fachjury am besten bewertet wurden, vorgestellt und ausgezeichnet: das betriebliche Mobilitätsmanagement des Amstettner Ziviltechnik-Unternehmens IKW ZT, das Kinder- und Jugendmobilitätskonzept der Marktgemeinde Wiener Neudorf und der Stadtbus Amstetten.

„Es geht immer um neue und frische Ideen und die brauchen wir, wenn wir uns die aktuelle Situation anschauen“, sprach LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf den extrem trockenen und heißen Sommer, die hohen Spritpreise, aber auch die täglichen Verkehrsunfälle an. „Es geht um Maßnahmen, die den Energieverbrauch senken, die Kosten minimieren und die Sicherheit erhöhen“, betonte Pernkopf den Anspruch, das tägliche Leben für die Menschen leichter und besser zu machen. Bei den Projekten, die man gesucht habe, sei es darum gegangen, den Energieverbrauch zu reduzieren, die Flächennutzung zu minimieren, die Mobilität umweltverträglicher und die täglichen Wege sicherer zu machen. „Es geht letztendlich um die Steigerung der Lebensqualität für alle Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher und den Erhalt einer gesunden Umwelt und Heimat“, gratulierte der LH-Stellvertreter den Preisträgern.

„Die ausgewählten Projekte unterstützen auch die Ziele des Landes Niederösterreich“, nannte Pernkopf die Energiewende und den Ausbau der Erneuerbaren Energie, die Einschränkung des Bodenverbrauchs und eine saubere Luft. Seitens der Niederösterreichischen Landesregierung habe man in den letzten Monaten mehr als 200 neue Windräder einstimmig genehmigt, man habe mehr als 3.000 Parkplätze mit Photovoltaik überdacht und fast 50 Plätze mit dem NÖ Bodenbonus entsiegelt, etwa in Tulln, Amstetten und Bad Vöslau. Weiters betonte Pernkopf die Reduktion von CO2 um 35 Prozent bei gleichzeitigem Wirtschaftswachstum und von Feinstaub um 50 Prozent seit 2005. Die ausgezeichneten Projekte hätten eine Vorbildwirkung und seien auch „Mutmacher für kommende Projekte“.

Rudolf Wroblewski, ÖBB-Infrastruktur AG, hob die gute Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich hervor. Man habe Projekte in Planung, die sich sehr stark mit dem Thema der aktiven Mobilität beschäftigen, betonte Wroblewski, dass es darum gehe, die Mobilität im Alltag zu verbessern. Er nannte die Schnittstelle Bahnhof, wo es etwa um die Verknüpfung des Fahrrads mit öffentlichen Verkehrsmitteln gehe. „Im aktuellen Rahmenplan 2027 bis 2032 haben wir 4,9 Milliarden Euro für die Region Niederösterreich vorgesehen, die dem Fahrgast, den Pendlerinnen und Pendlern, den Gütern und der Schiene zugutekommen werden“, nannte Wroblewski etwa den Ausbau der Nordbahn, den Semmering Basistunnel, aber auch die Investition in Regionalbahnen wie die Attraktivierung der Kamptalbahn.

VOR-Geschäftsführer Alexander Schierhuber führte aus, dass der öffentliche Verkehr immer komplexer werde, „weil sich die Bedürfnisse des Fahrgastes verändert haben“. So würden diese schon über den Lebenszyklus komplexer werden. Seitens des VOR habe man den Anspruch, „Anreize zu schaffen, damit der öffentliche Verkehr gegenüber dem Auto attraktiver wird“ und das mache man etwa mit mehr Ruheplätzen, so solle der Zug etwa zu einer Art VOR-Arbeitsplatz werden. Der VOR werde auch von der technischen Seite immer komplexer, sprach Schierhuber das komplexe Tarifsystem, soziale Bedürfnisse und auch die Hard- und Software an. „Man muss die Bedürfnisse des täglichen Lebens verstehen“, führte der VOR-Geschäftsführer aus, dass sich das auch im rollenden Material widerspiegeln müsse und betonte auch die Emotionen und die Praktikabilität.

„Wenn wir die Effizienz im Verkehrssystem erhöhen, dann reduzieren wir die Staus auf den Straßen, den Spritverbrauch und damit die Spritkosten und verbessern die Luftqualität und die Umweltbilanz der Mobilität“, betonte VCÖ-Sprecher Christian Gratzer, dass man mit innovativen Ansätzen die Mobilität der Bevölkerung nachhaltig verbessern könne. Beim VCÖ-Mobilitätspreis Niederösterreich 2026, der vom VCÖ in Kooperation mit den ÖBB durchgeführt und vom Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) unterstützt wurde, wurden 48 Projekte eingereicht. Die ausgezeichneten Projekte hätten die Fachjury überzeugt und die Auszeichnung solle ein Anstoß dafür sein, weiterzuarbeiten, so Gratzer.

Der VCÖ-Mobilitätspreis Niederösterreich 2026 ging an das Ziviltechnikbüro IKW ZT aus Amstetten für das betriebliche Mobilitätsmanagement. Das Unternehmen setzt umfassende Maßnahmen für eine umweltverträgliche Mobilität am Arbeitsweg und bei Dienstfahrten um. 29 der rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ein vom Unternehmen zur Verfügung gestelltes Klimaticket. 19 Beschäftigte haben ein Leasingrad. Der Autofuhrpark mit 23 Fahrzeugen ist zur Gänze elektrifiziert. Am Firmenparkplatz gibt es 19 Ladepunkte, gespeist mit Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage oder durch Ökostrom von den Stadtwerken Amstetten. Zudem stehen für Dienstfahrten vier Elektrofahrräder, zwei herkömmliche Fahrräder und vier E-Scooter zur Verfügung. Fünf Elektroautos können die Beschäftigten als Sharing-Fahrzeuge auch privat nutzen.

Für ihr Kinder- und Jugendmobilitätskonzept wurde die Marktgemeinde Wiener Neudorf ausgezeichnet. Umgesetzt werden in der Gemeinde zahlreiche Maßnahmen, damit Kinder und Jugendliche sicher, selbstständig und umweltfreundlich mobil sein können. Neue Geh- und Radwege, sichere Querungen und gute Sichtbeziehungen machen die Schulwege sicherer, bei Schulen und Kindergärten wurde die Zahl der Abstellplätze für Roller und Fahrräder deutlich erhöht, für Kinder der vierten Volksschulklasse gibt es Workshops, in denen den Kindern die sichere Nutzung des öffentlichen Verkehrs, das Lesen von Fahrplänen sowie sichere Schulwege zu Fuß oder mit dem Rad zur weiterführenden Schule näher gebracht werden.

Als weiteres vorbildliches Projekt wurde der Stadtbus Amstetten ausgezeichnet. Seit Juli 2025 fahren in Amstetten statt Diesel-Busse Elektrobusse, die mit regional produziertem Ökostrom betrieben werden. Früher bedeutete jeder gefahrene Kilometer einen Abfluss von kommunalem Budget für fossile Treibstoffimporte ins Ausland, heute bleibt die Wertschöpfung in der Region. Zusätzlich sind die Elektrobusse leiser und verursachen keine Abgase, was für die Anrainerinnen und Anrainer sehr positiv ist. Die Umstellung von Diesel auf erneuerbaren Strom vermeidet pro Jahr 190.000 Kilogramm klimaschädliches CO2. Die Niederflur-Busse sind barrierefrei, im Innenraum gibt es Platz für Rollstühle, Kinderwagen und Rollator. Zusätzlich wurde mit der Umstellung auf Elektrobusse das Angebot ausgeweitet. Es gibt nun sieben Linien, auf den drei Hauptrouten verkehren die Busse zur Hauptverkehrszeit im 20-Minuten-Takt.

Der VCÖ bietet auf seiner Website www.vcoe.at eine kostenlose Projektdatenbank an, in der bereits mehr als 3.000 vorbildliche Mobilitätsprojekte zugänglich sind. Hier können sich Schulen, Gemeinde, Städte, Betriebe, Tourismusregionen oder auch Wohnbauträger Anregungen holen, wie Verkehrsprobleme klimaverträglich gelöst werden können.

Nähere Informationen: Büro LH-Stv. Pernkopf, Pressesprecher DI Jürgen Maier, Telefon 02742/9005-12704, Mobil 0676/812 15283, E-Mail lhstv.pernkopf@noel.gv.at

Weitere Bilder

Für ihr Kinder- und Jugendmobilitätskonzept als vorbildliches Projekt wurde die Marktgemeinde Wiener Neudorf ausgezeichnet. Die Preise nahmen Bürgermeister Herbert Janschka und Vizebürgermeister Norman Pigisch (Mitte) von VCÖ-Sprecher Christian Gratzer, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Rudolf Wroblewski, ÖBB-Infrastruktur AG, und VOR-Geschäftsführer Alexander Schierhuber (v.l.n.r.) entgegen.
Für ihr Kinder- und Jugendmobilitätskonzept als vorbildliches Projekt wurde die Marktgemeinde Wiener Neudorf ausgezeichnet. Die Preise nahmen Bürgermeister Herbert Janschka und Vizebürgermeister Norman Pigisch (Mitte) von VCÖ-Sprecher Christian Gratzer, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Rudolf Wroblewski, ÖBB-Infrastruktur AG, und VOR-Geschäftsführer Alexander Schierhuber (v.l.n.r.) entgegen.© NLK BurchhartDownload (1.6Mb)

Für ihr Kinder- und Jugendmobilitätskonzept als vorbildliches Projekt wurde die Marktgemeinde Wiener Neudorf ausgezeichnet. Die Preise nahmen Bürgermeister Herbert Janschka und Vizebürgermeister Norman Pigisch (Mitte) von VCÖ-Sprecher Christian Gratzer, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Rudolf Wroblewski, ÖBB-Infrastruktur AG, und VOR-Geschäftsführer Alexander Schierhuber (v.l.n.r.) entgegen.

Preisüberreichung für den Stadtbus Amstetten als vorbildliches Projekt: N-Bus-Geschäftsführer Anton Pichler, VCÖ-Sprecher Christian Gratzer, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Nina Godderidge von den Stadtwerken Amstetten, Vizebürgermeister Markus Brandstetter, VOR-Geschäftsführer Alexander Schierhuber und Rudolf Wroblewski, ÖBB-Infrastruktur AG (v.l.n.r.)
Preisüberreichung für den Stadtbus Amstetten als vorbildliches Projekt: N-Bus-Geschäftsführer Anton Pichler, VCÖ-Sprecher Christian Gratzer, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Nina Godderidge von den Stadtwerken Amstetten, Vizebürgermeister Markus Brandstetter, VOR-Geschäftsführer Alexander Schierhuber und Rudolf Wroblewski, ÖBB-Infrastruktur AG (v.l.n.r.)© NLK BurchhartDownload (1.6Mb)

Preisüberreichung für den Stadtbus Amstetten als vorbildliches Projekt: N-Bus-Geschäftsführer Anton Pichler, VCÖ-Sprecher Christian Gratzer, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Nina Godderidge von den Stadtwerken Amstetten, Vizebürgermeister Markus Brandstetter, VOR-Geschäftsführer Alexander Schierhuber und Rudolf Wroblewski, ÖBB-Infrastruktur AG (v.l.n.r.)

Gruppenfoto mit allen Preisträgern: N-Bus-Geschäftsführer Anton Pichler, Amstettens Mobilitätsexperte Georg Riegler-Köttritsch, Amstettens Vizebürgermeister Markus Brandstetter, Nina Godderidge von den Stadtwerken Amstetten, Rudolf Wroblewski, ÖBB-Infrastruktur AG, VCÖ-Sprecher Christian Gratzer, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Wiener Neudorfs Bürgermeister Herbert Janschka, VOR-Geschäftsführer Alexander Schierhuber, IKW ZT-Geschäftsführer Wolfgang Voglauer und Wiener Neudorfs Vizebürgermeister Norman Pigisch (v.l.n.r.)
Gruppenfoto mit allen Preisträgern: N-Bus-Geschäftsführer Anton Pichler, Amstettens Mobilitätsexperte Georg Riegler-Köttritsch, Amstettens Vizebürgermeister Markus Brandstetter, Nina Godderidge von den Stadtwerken Amstetten, Rudolf Wroblewski, ÖBB-Infrastruktur AG, VCÖ-Sprecher Christian Gratzer, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Wiener Neudorfs Bürgermeister Herbert Janschka, VOR-Geschäftsführer Alexander Schierhuber, IKW ZT-Geschäftsführer Wolfgang Voglauer und Wiener Neudorfs Vizebürgermeister Norman Pigisch (v.l.n.r.)© NLK BurchhartDownload (1.8Mb)

Gruppenfoto mit allen Preisträgern: N-Bus-Geschäftsführer Anton Pichler, Amstettens Mobilitätsexperte Georg Riegler-Köttritsch, Amstettens Vizebürgermeister Markus Brandstetter, Nina Godderidge von den Stadtwerken Amstetten, Rudolf Wroblewski, ÖBB-Infrastruktur AG, VCÖ-Sprecher Christian Gratzer, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Wiener Neudorfs Bürgermeister Herbert Janschka, VOR-Geschäftsführer Alexander Schierhuber, IKW ZT-Geschäftsführer Wolfgang Voglauer und Wiener Neudorfs Vizebürgermeister Norman Pigisch (v.l.n.r.)

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