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02.10.2026 | 10:10

Niederösterreich - Heimat zahlreicher Welterbestätten

LH Mikl-Leitner: „Niederösterreich ist ein Land mit einer großen Geschichte, einer einzigartigen Natur und lebendigen Traditionen“

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Michael Duscher, GF NÖ Werbung.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Michael Duscher, GF NÖ Werbung.© NLK KhittlDownload (1.7Mb)

Die Natur- und Kulturschätze Niederösterreichs könnten kaum unterschiedlicher sein: jahrhundertealte Klöster, artenreiche Urwälder, historische Eisenbahnstrecken sowie lebendige Traditionen in Kellergassen und an Fischteichen. Mit der Anerkennung der Waldviertler Karpfenteichwirtschaft als landwirtschaftliches Weltkulturerbe im Vorjahr erhielt Niederösterreich neben den bestehenden UNESCO-Auszeichnungen eine weitere globale Würdigung.

„Niederösterreich ist ein Land mit einer großen Geschichte, einer einzigartigen Natur und lebendigen Traditionen. Unsere UNESCO-Welterbestätten zeigen, wie wertvoll und vielfältig unser Land ist“, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Sie führt aus: „Diese Schätze zu bewahren und gleichzeitig für kommende Generationen erlebbar zu machen, ist uns ein wichtiges Anliegen. Gerade im Herbst bietet sich die Gelegenheit, Niederösterreich von seiner schönsten Seite zu entdecken – und dabei die Besonderheiten unseres Landes unmittelbar zu erleben.“

Michael Duscher, Geschäftsführer der Niederösterreich Werbung ist überzeugt: „Man muss nicht besonders historisch bewandert oder kulturaffin sein, um von diesen Besonderheiten fasziniert zu sein. Wer einmal über den Welterbesteig Wachau gewandert ist, mit der Semmeringbahn eine Zeitreise in die beeindruckende Landschaft unternommen, im Waldviertel ein Abfischfest beim Karpfenteich erlebt, im Urwald die Kraft der Natur gespürt hat oder durch idyllische Kellergassen geschlendert ist, der oder die weiß: Bei jedem Ausflug gibt es Besonderes zu erleben, und bei einem Kurzurlaub natürlich noch viel mehr.“

UNESCO-Welterbe-Auszeichnungen werden an Kultur- und Naturstätten von außergewöhnlichem universellen Wert verliehen und in die Kategorien Weltkulturerbe und Weltnaturerbe eingeteilt. Zum immateriellen Kulturerbe zählen hingegen lebendige Traditionen, Bräuche sowie überliefertes Wissen. Viele dieser Orte und Bräuche lassen sich bei Führungen, Wanderungen und regionalen Festen in Niederösterreich unmittelbar erleben.

Seit dem Jahr 2000 bereits zählt die Wachau zum UNESCO-Welterbe. Ausgezeichnet wurde die auf rund 40 Flusskilometern zwischen Melk und Krems über Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaft aus mittelalterlich geprägten Dörfern, Marillengärten und steilen Weinterrassen, die von hunderten Kilometern Trockensteinmauern gehalten werden. Diese Steinmauern werden bis heute von Hand errichtet – ein Handwerk, das seinerseits Teil des immateriellen Weltkulturerbes der UNESCO ist.

Technik als Weltkulturerbe findet sich in den Wiener Alpen. Als erste Hochgebirgsbahn der Welt steht die Semmeringbahn seit 1998 auf der UNESCO-Welterbeliste. Ausgezeichnet wurde die außergewöhnliche Ingenieursleistung, mit der die zwischen 1848 und 1854 erbaute Strecke die Nördlichen Kalkalpen auf 898 Metern Seehöhe überwindet: über 41 Kilometer mit 15 Tunneln, 16 Viadukten und 100 gewölbten Brücken.

Baden bei Wien im Wienerwald ist Teil der „Great Spa Towns of Europe“, die als bedeutende Kurstädte seit 2021 Teil des UNESCO-Welterbes sind. Die Thermalquellen sind seit der Römerzeit dokumentiert. Ab 1793 stieg Baden unter Kaiser Franz II. zum führenden Kurort Österreichs auf. 1820 eröffnete hier das erste freistehende Kurhotel Europas. Die Welterbe-Kernzone umfasst die historische Altstadt mit den ehemaligen Bädern, das Ensemble aus Kurhaus und Kurpark sowie den Villengürtel bis zum Helenental.

Das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal im Mostviertel wurde 2017 von der UNESCO, gemeinsam mit dem Nationalpark Kalkalpen, zum ersten Weltnaturerbe Österreichs erklärt. Es steht in einer Reihe mit dem Grand Canyon und den Galapagos-Inseln. Ausgezeichnet wurde der größte zusammenhängende Urwaldrest des gesamten Alpenbogens.

Seit 2022 zählt die Weinviertler Kellerkultur zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. In den Presshäusern und Kellern der Weinviertler Kellergassen sinniert man bei der „Köllastund" bei einem Glas Wein gern über das Leben, während bei der „Köllapartie" nach altem Kellerrecht auch spontan Vorbeikommende willkommen sind – stets nach der Regel „Was im Keller spricht, das dringe nicht ans Tageslicht".

Im Mai 2025 ernannte die Welternährungsorganisation FAO die Waldviertler Karpfenteichwirtschaft zum landwirtschaftlichen Weltkulturerbe. Ausgezeichnet wurden die nachhaltige Bewirtschaftung, die Artenvielfalt sowie der Erhalt des jahrhundertealten Wissens. Die rund 900 Jahre alte Teichwirtschaft umfasst über 2.200 Teiche, bewirtschaftet von rund 150 Teichwirtinnen und Teichwirten.

Details zu den Welterbestätten online auf www.niederoesterreich.at

Weitere Informationen: NÖ Werbung, Sophie Seeböck, Telefon: 02742/9000-19844, E-mail sophie.seeboeck@noe.co.at oder presse@noe.co.at 

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