Gefahren im Sommer

Stand 18. Juli 2020

Gewitter bedeuten Lebensgefahr

Beachten Sie die Gefahren im Zuge von Gewittern. Rasch auftretende Sturmböen, Hagel, Starkregen und Blitzschlag verursachen jedes Jahr viele Sachschäden, aber auch Personenschäden in Österreich. Daher die Empfehlung stets wachsam zu sein.

Meiden Sie daher bei Gewitter den Aufenthalt im Freien!

Nähere Informationen und Tipps zum richtigen Verhalten



Gefahren durch Niederschläge


a)    Starkregen

Bei intensiven Niederschlägen, meist im Zuge von Gewittern, kann der Boden das Wasser nicht aufnehmen und es kommt zu einem Oberflächenabfluss. Innerhalb weniger Minuten kann es dann zu lokalen Überflutungen kommen. Die Wassermassen sammeln sich beispielsweise in Straßenunterführungen oder dringen über Kellerfenster, Stiegenabgänge und Schächte in tiefliegende Garagen, Keller- und Wohnräume ein. Durch Starkregen können kleine Bäche zu reißenden Wildbächen werden, die sogar Autos mitreißen können. Hangrutschungen, Muren und Felsstürze sind oftmals unangenehme Folgegefahren von Starkregenereignissen oder langanhaltenden Niederschlägen.

Gerade Gebäude in Hanglage oder an Tiefpunkten sind hier besonders gefährdet. Meiden Sie daher den Aufenthalt in tieferliegenden Räumen, es besteht durchaus Lebensgefahr.

Um das Gefahrenpotential von Hangwasser besser einschätzen zu können hat das Land NÖ umfangreiche Analysen durchgeführt. Nähere Informationen finden Sie hier.

Hangwasser - Gefahrenhinweiskarte und Beratungsangebot

Tipps und Ratgeber zum Thema Unwetter und Hochwasser des NÖ Zivilschutzverbandes


b)   Hochwasser an den NÖ Gewässern

In den Sommermonaten können aber auch die „klassischen“ Hochwasserereignisse an der Donau und deren Zubringern auftreten. Verantwortlich dafür sind Großwetterlagen, die über mehrere Tage feuchte Luftmassen an den Alpenhauptkamm heranführen und für flächige Niederschläge sorgen. Beim letzten großen Katastrophenhochwasser an der Donau im August 2013 waren rund 4000 Objekte betroffen. Über 50.000 Einsatzkräfte standen mehrere Wochen im Hochwassereinsatz. Um die Auswirkungen durch Überflutungen zu minimieren wurde in den letzten Jahren massiv in Hochwasserschutzprojekte investiert.

Weitere Informationen zu Hochwasserereignissen und Schutzmaßnahmen dazu finden Sie hier.

Link: http://www.noe.gv.at/noe/Wasser/Hochwasserschutz.html



Rückblick Unwetter 2020

Im Juni 2020 standen die NÖ Feuerwehren bereits mehrmals im Unwettereinsatz, um nach heftigen Unwettern die Schäden zu beseitigen. Am 6. Juni sorgte ein Hagelunwetter im Bezirk Waidhofen/Thaya und am 7. Juni ein Gewitter mit Starkregen im Raum Loosdorf und Hürm (Bezirk Melk) für schwere Schäden auch an Gebäuden. Am 14. Juni verursachte ein weiteres Unwetter im Großraum Melk für Vermurungen und Verkehrsbehinderungen.

Nach extremen Niederschlägen am 21. Juni standen in Niederösterreich über 2000 Feuerwehrmitglieder im Unwettereinsatz. Hauptbetroffen war der Großraum Wieselburg, wo innerhalb von drei Stunden 65 Liter gemessen wurden. Schwerpunkt der Feuerwehreinsätze lag in den Bezirken AM, SB, LF, ME, PL, TU, KO und MI.


Waldbrandgefahr in Niederösterreich vorerst entschärft

Mit Stand Mitte August ist die Waldbrandgefahr in Niederösterreich aufgrund der ausreichenden Niederschläge in der zweiten Maihälfte, im Juni, Juli und August nach wie vor deutlich entspannt.

Allgemein können aber in Hitze- und Trockenperioden und vor allem auch nach der Schneeschmelze in Niederösterreich Waldbrände auftreten. Die häufigsten Ursachen sind Unachtsamkeit und Blitzschläge bei Gewittern. 

Da Niederösterreich über ein schlagkräftiges und flächendeckendes Feuerwehrsystem mit fast 100.000 freiwilligen Feuerwehrleuten verfügt, können Waldbrände meistens rasch erfolgreich bekämpft werden. Waldbrände, wie in Kalifornien oder in den Mittelmeerländern sind aktuell in Österreich kein Thema. Die Waldbrandstatistiken zeigen aber im Zuge des Klimawandels auch hierzulande einen ansteigenden Trend. Größere Waldbrände der letzten Jahre haben den Feuerwehren gezeigt, dass man sich auf größere Ereignisse vorbereiten muss. Die NÖ Feuerwehren haben in einem zukunftsweisenden Projekt eine Kooperation mit Spezialisten der Feuerwehr in Portugal gestartet. Näheres dazu finden Sie auf den Seiten des NÖ Landesfeuerwehrverbandes.

ORF Artikel über den neuen Sonderdienst Waldbrandbekämpfung des NÖ Landesfeuerwehrverbandes.

Beachten Sie die aktuell kundgemachten Waldbrandverordnungen, die jegliches Entzünden von Feuer im Wald und in der Nähe des Waldes untersagen. Diese werden bezirksweise je nach Waldbrandgefahrenlage von der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde verordnet.


Allgemeine Informationen zur Waldbrandgefahr in NÖ und Verhaltenstipps

Tipps für Notfälle - Waldbrand

Waldbrandgefahrenkarte der ZAMG

Ihre Kontaktstelle des Landes

Amt der NÖ Landesregierung
Landeswarnzentrale NÖ
Langenlebarner Straße 106 3430 Tulln E-Mail: post.lwz@noel.gv.at
Tel: 02272 / 9005 - 17374
Letzte Änderung dieser Seite: 4.11.2020
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