Gelebter Glaube – Praktiken, Objekte, Akteurinnen und Akteure vormoderner Frömmigkeit (15.–18. Jahrhundert)
44. Symposion des NÖ Instituts für Landeskunde in Kooperation mit dem Stift Melk und dem Projekt SALVEMED
Stift Melk, 6.–8. Juli 2026
Konzept und Organisation:
Jacqueline Schindler, Aaron Schwarz (NÖ Landesarchiv - NÖ Institut für Landeskunde)
Projektteam SALVEMED (FWF, PAT 1390723)
Gelebter Glaube prägte über Jahrhunderte das Bild der niederösterreichischen Landschaft und ihrer Gesellschaft und fand seinen Ausdruck in Kirchen und Klosteranlagen, wie dem Stift Melk als barockem Gesamtensemble.
Vormoderne Frömmigkeit lässt sich daneben noch heute an vielen Kapellen, Marterln und religiöser Kleinkunst im privaten und öffentlichen Raum ablesen. Geht man noch einen Schritt weiter und blickt hinter diese ‚Zeichen der Zeit‘, so werden unterschiedliche Personengruppen sichtbar, die diese Frömmigkeit auf vielfältige Weise praktizierten. Wallfahrten und Heiligenverehrung zählten ebenso dazu wie das persönliche Gebet, das sich materiell etwa in Bildern und Gebetbüchern ausdrückte. Das Leben religiöser Bruderschaften in seinen fest gefügten Formen fand neben organisierten Pilgerzügen und spontanen Glaubenshandlungen von Laien statt. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Konfessionen spiegeln sich etwa im Wunderglauben.
Im Zentrum des öffentlichen Symposions wird daher die Frage stehen, wie sich Frömmigkeit zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert mit Blick auf Materialität, Akteurinnen und Akteure sowie Praktiken in Niederösterreich und vergleichbaren Regionen darstellte. Frömmigkeit soll dabei als ein vielschichtiges, wandelbares Phänomen beleuchtet werden, das sich in konkreten Objekten, religiösen Netzwerken sowie in sozialen, rituellen und performativen Praktiken niederschlug. Die unterschiedlichen Perspektiven – lokal, regional und überregional – werden durch ein Rahmenprogramm mit exklusiven Führungen durch das Stift Melk sowie eine Exkursion zum Wallfahrtsort Maria Taferl ergänzt.
Eine Anmeldung ist aufgrund des Rahmenprogramms unbedingt notwendig und in Kürze auf dieser Seite möglich.
Ihr Kontakt zum Institut für Landeskunde
Abteilung NÖ Landesarchiv und NÖ Landesbibliothek Landhausplatz 1, Haus Kulturbezirk 4 3109 St. Pölten E-Mail: post.k2institut@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-16255