Grenzüberschreitender Schutz der Großtrappe in Österreich


ProjektträgerÖsterr. Gesellschaft Großtrappenschutz unter Beteiligung der Länder NÖ und Burgenland, EVN, BEWAG, ÖBB sowie des BMLFUW
Dauer2005-2010
Kosten€ 5.841.000 (EU-Zuschuss 60 %)

Ausgangslage:

Großtrappen
Großtrappen© Kovacs

Die weltweit gefährdete Großtrappe gehört mit einem Gewicht von 16 Kilogramm zu den schwersten flugfähigen Vögeln. Sie besiedelt vorwiegend offene, über weite Strecken baum- und strauchlose Kulturlandschaften. Durch Kollision mit den Leitungsdrähten verenden Jahr für Jahr zahlreiche Trappen.

 

Maßnahmen:

Im Projektzeitraum wurden im Burgenland und in Niederösterreich insgesamt rund 47,4 Kilometer Mittelspannungsleitungen zuerst unter die Erde verlegt und anschließend die bestehenden Freileitungen abgebaut. Somit sind wieder größere leitungsfreie Flächen für die Großtrappe entstanden. Weitere 150 Kilometer Hochspannungsleitungen sind mit Vogelwarnkugeln, Vogelwarntafeln bzw. Vogelwarnfahnen markiert worden. Um die Lebensbedingungen sowie die Futtergrundlage der Großtrappe in einem guten Zustand zu erhalten, war auch die gute Kooperation des Naturschutzes mit den ansässigen Landwirten und Jägern Grundvoraussetzung. So waren rund 550 Betriebe und mehr als 100 Jäger in das Projekt eingebunden. Der Bestand der Großtrappe in Österreich hat sich von 140-165 Individuen zur Brutzeit 2005 auf 244-274 Individuen zur Brutzeit 2010 erhöht.
Im niederösterreichischen Projektgebiet Westliches Weinviertel ist der Bestand in diesem Zeitraum von 47 auf 60 Großtrappen angewachsen. Hier sind 33 Kilometer Mittelspannungsleitungen unter die Erde verlegt und 80 Kilometer Hochspannungsleitungen markiert worden.

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Letzte Änderung dieser Seite: 2.2.2021
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