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13.04.2026 | 12:40

Neue Tourismusstrategie „Vision T“: Niederösterreich bringt Erfahrungen in den Prozess ein

LH Mikl-Leitner: „Wir erwarten uns von dem Prozess einiges an Impulsen, dass wir unser Profil als Tourismusland schärfen können“

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Staatssekretärin Elisabeth Zehetner und Wirtschaftskammer-Präsident Wolfgang Ecker bei der Dialogrunde zur neuen Tourismusstrategie „Vision T“ in Niederösterreich (v.l.n.r.)
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Staatssekretärin Elisabeth Zehetner und Wirtschaftskammer-Präsident Wolfgang Ecker bei der Dialogrunde zur neuen Tourismusstrategie „Vision T“ in Niederösterreich (v.l.n.r.)© NLK PfeifferDownload (1.5Mb)

Mit den Stakeholderrunden in den Bundesländern geht der Strategieprozess zur neuen Tourismusstrategie „Vision T“ in die nächste Phase. Ziel dieser Dialogrunden ist es, die bisherigen Zwischenergebnisse mit den praktischen Erfahrungen in den Regionen abzugleichen und daraus konkrete Impulse für die Finalisierung der Strategie zu sammeln, die am 15. Juni 2026 in Wien präsentiert werden soll. Rund 70 Vertreterinnen und Vertreter der Branche trafen sich am heutigen Montagvormittag in der Spitzenfabrik in St. Pölten zum Austausch. Die Stakeholderrunde in Niederösterreich mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Staatssekretärin Elisabeth Zehetner und Wirtschaftskammer-Präsident Wolfgang Ecker bildete den Abschluss der Bundesländerrunden.  

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sagte bei der Eröffnung, dass in der Spitzenfabrik heute die Spitze der Branche zusammenkomme und bedankte sich fürs Zeitnehmen. „Wir können stolz sein, dass wir vom reinen Ausflugsland zu einem wirklichen Urlaubsland gut unterwegs sind“, hob Mikl-Leitner die Niederösterreich-CARD mit ihrem sensationellen Angebot hervor. Diese Karte sei im Vergleich mit allen Bundesländerkarten die beste, denn man könne 365 Tage im Jahr ein neues Highlight erleben. „Mehr als 30 Prozent der Kartennutzer nächtigen auch bei uns“, führte die Landeshauptfrau aus, dass man in den letzten Jahren auch in der Qualität der Nächtigungen besser geworden sei und betonte die Initiative „Selected Stays“. Sie hob im Bereich der Gastronomie die acht MICHELIN-Sterne und die Bib Gourmand-Betriebe hervor und sprach weiters die Bedeutung des Radtourismus an. 

„Wir erwarten uns von dem Prozess einiges an Impulsen, dass wir unser Profil als Tourismusland schärfen können“, betonte die Landeshauptfrau, dass Tourismus nicht nur Schönbrunn oder Skifahren im Westen sei, sondern auch „Niederösterreich mit all seinen Chancen und Perspektiven“. „Wenn wir einen Ganzjahrestourismus haben wollen, dann wird es nicht reichen, nur eine schöne Landschaft und schöne Sehenswürdigkeiten zu haben, sondern die Menschen erwarten sich ein Gesamterlebnis, einen sogenannten Wow-Effekt und den werden wir nur erzielen können durch eine Kombination aus Natur, Landschaft, Bewegung, Kunst, Kultur und Kulinarik.“ Deshalb erweitere man das Angebot, etwa mit dem Stadttheater in Wiener Neustadt oder dem Rudolf Buchbinder Saal in Grafenegg, um noch mehr Konzerte anbieten zu können. Grafenegg sei „ein Gesamtkonzept, das die Menschen lieben“. Die Landeshauptfrau nannte die Wexl Arena in St. Corona als Beispiel vom Wintertourismus zum Ganzjahrestourismus. Das Potential der Wachau müsse genutzt werden, um auch diese zu einer Ganzjahresdestination zu machen.  

Als wichtigen Punkt sprach die Landeshauptfrau die Produktivität an: „Wir müssen es schaffen die Produktivität in der Hotellerie und Gastronomie zu steigern.“ Dabei gelte es, sich auf zwei Punkte zu konzentrieren: auf den Bürokratieabbau auf Bundes- und Landesebene und auf den Bereich der Digitalisierung, um im Back Office zu unterstützen, um mehr Zeit für den Gast zu haben. „Wenn uns das gelingt, werden wir auch wieder erfolgreicher sein bei den Betriebsübernahmen“, sagte Mikl-Leitner, dass das Herausforderungen seien, „denen wir uns stellen müssen“. 

Elisabeth Zehetner, Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus betonte: „Wenn wir eine Tourismusstrategie machen und sie wird nicht abgesegnet und nicht mitgestaltet von jenen, die tagtäglich in diesem Land dafür sorgen, dass die Konjunkturlokomotive Tourismus läuft, dann wäre sie fehl am Platz. Genau deshalb brauchen wir euren Input aus der Praxis.“ Man habe hier das gesamte touristische Ökosystem von Niederösterreich vertreten – von der Donau bis zum Nationalpark. „Tourismus ist ein großes Miteinander. Dieses Miteinander wollen wir auch in diesem Prozess leben und miteinander eine Vision gestalten, hinter der wir dann auch alle stehen können und dafür sorgen, dass der Tourismus weiter Konjunkturmotor in diesem Land bleibt“, führte die Staatssekretärin aus, dass die Zeiten herausfordernd seien, der Tourismus aber immer stabil gewesen sei und „daher wollen wir weiter auf diese Säule setzen“. Sie habe einen Wertekompass entwickelt, nannte Zehetner die Wertschöpfung, die Wertschätzung und den Werterhalt als die drei zentralen Punkte. 

Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich, bedankte sich für die Dialogrunde: „Wir sind in Niederösterreich gerade im Tourismus sehr gut aufgestellt, aber es gibt noch Luft nach oben. Wir haben hier unsere Expertinnen und Experten sitzen und ich gehe davon aus, dass hier nicht nur diskutiert wird, sondern dass es auch um Lösungen geht“, führte Ecker aus, dass es auch darum gehe, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. „Die Themen im Tourismus sind nicht wesentlich anders als in der gesamten Wirtschaft“, betonte Ecker, dass der Unterschied aber sei, dass der Tourismus gute Zahlen habe. Diese seien aber nicht alles, wenn die Kosten zu hoch seien, um wettbewerbsfähig zu sein. Die Herausforderungen seien da, „aber unsere Leute im Tourismus nehmen sie an und gehen den richtigen Weg“, so Ecker. 

Ulrike Rauch-Keschmann, Sektionschefin für Tourismus, gab einen Überblick über die fünf Handlungsfelder der Strategie: Wirtschaftliche Resilienz im Tourismus, Arbeitsmarkt und Fachkräfte im Tourismus, Innovation und Digitalisierung im Tourismus, Ökologische Nachhaltigkeit im Tourismus und Mehrwert durch Tourismus. Im Anschluss an die Eröffnung ging es weiter zur interaktiven Stationsarbeit, zur Entwicklung, Diskussion und Priorisierung von konkreten Umsetzungsansätzen in Kleingruppen und zu einer offenen Gesprächsrunde mit der Staatssekretärin.

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Moderator Thorsten Eder im Gespräch mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Staatssekretärin Elisabeth Zehetner und Wirtschaftskammer-Präsident Wolfgang Ecker bei der Dialogrunde zur neuen Tourismusstrategie „Vision T“ in Niederösterreich. (v.l.n.r.)
Moderator Thorsten Eder im Gespräch mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Staatssekretärin Elisabeth Zehetner und Wirtschaftskammer-Präsident Wolfgang Ecker bei der Dialogrunde zur neuen Tourismusstrategie „Vision T“ in Niederösterreich. (v.l.n.r.)© NLK PfeifferDownload (1.3Mb)

Moderator Thorsten Eder im Gespräch mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Staatssekretärin Elisabeth Zehetner und Wirtschaftskammer-Präsident Wolfgang Ecker bei der Dialogrunde zur neuen Tourismusstrategie „Vision T“ in Niederösterreich. (v.l.n.r.)

Dialogrunde zur neuen Tourismusstrategie „Vision T“ in Niederösterreich mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (Mitte), Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (6.v.l.) und Wirtschaftskammer-Präsident Wolfgang Ecker (5.v.l.).
Dialogrunde zur neuen Tourismusstrategie „Vision T“ in Niederösterreich mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (Mitte), Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (6.v.l.) und Wirtschaftskammer-Präsident Wolfgang Ecker (5.v.l.).© NLK PfeifferDownload (2.5Mb)

Dialogrunde zur neuen Tourismusstrategie „Vision T“ in Niederösterreich mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (Mitte), Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (6.v.l.) und Wirtschaftskammer-Präsident Wolfgang Ecker (5.v.l.).

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