Niederösterreichs Breitbandstrategie 

Die digitale Transformation verändert unsere Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Eine leistungsfähige Internetinfrastruktur ist dafür unverzichtbar. Mit der Breitbandstrategie Niederösterreich verfolgt das Land das Ziel, eine weitgehend flächendeckende Versorgung mit gigabitfähigen Anschlüssen sicherzustellen – und damit die Grundlage für eine moderne digitale Gesellschaft, wirtschaftlichen Erfolg und hohe Lebensqualität zu schaffen. 

Glasfaser für den ländlichen Raum

Foto von Personen, die ein Tablet betrachten
© michael liebert

Während Ballungsräume vom privaten Markt erschlossen werden, braucht es im ländlichen Raum ein klares öffentliches Bekenntnis.

Niederösterreich hat dieses Bekenntnis früh abgegeben und als erstes Bundesland ein Gesamtkonzept für den Breitbandausbau entwickelt – das Modell Niederösterreich (Modell NÖ).

Dieses Modell gilt heute als Vorbild, weil es sicherstellt, dass auch außerhalb der Städte moderne Infrastruktur zur Verfügung gestellt wird.

Ziel ist eine möglichst flächendeckende Versorgung mit gigabitfähigen Anschlüssen, um Chancen, Lebensqualität und wirtschaftliche Perspektiven in allen Regionen zu sichern. 

Das Modell Niederösterreich – offen, öffentlich, zukunftssicher

Herzstück der Strategie ist das Open-Access-Prinzip: eine Infrastruktur, die allen Anbietern offensteht und damit echten Wettbewerb, Wahlfreiheit und faire Preise ermöglicht. Das Modell setzt auf Glasfaser bis in jeden Haushalt und jeden Betrieb (FTTH – Fiber to the Home).

Besonderheiten des Modell NÖ:

  • Die Netzinfrastruktur bleibt langfristig mehrheitlich in öffentlicher Hand
  • Das Netz steht allen Internetanbietern offen und unterstützt damit auch regionale Anbieter.
  • Der Ausbau folgt strengsten Qualitätskriterien:
    • straßenschonende Bauweisen und ausreichende Verlegetiefen für dauerhafte Stabilität,
    • Punkt-zu-Punkt-Netztopologie für zukunftssichere Kapazitäten,
    • Standards zur nachhaltigen Bewirtschaftung der neu geschaffenen Infrastruktur

So entsteht ein offenes, faires und krisensicheres Netz, das, dort wo ausgebaut wurde, allen Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern gleichermaßen zugutekommt.

Finanzierung mit starker Partnerschaft

Um diesen Ausbau möglich zu machen, setzt das Land auf ein Private-Public-Partnership-Modell (PPP). Die Eckpfeiler:

  • Als Fundament dienen Mittel des Landes NÖ und des Allianz-Konzerns als Investor
  • Wesentlich für die Erschließung der ländlichen Gebiete ist die Nutzung der Bundesfördermittel (BBA 2020 und BBA 2030)
  • Mit Landesförderungen aus dem Wirtschafts- und Tourismusfonds können Gemeinden auch sehr periphere Regionen erschließen.  

So konnten bisher bereits rund 135.000 neue Glasfaseranschlüsse nach dem Modell NÖ in ländlichen Gemeinden errichtet werden.

Weitere Informationen siehe nögig.at

Rolle der Gemeinden – Partner im Ausbau

Der Erfolg des Modells gelingt nur in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden. In der Region wird der Bedarf von Glasfasernetzen besser eingeschätzt und ermöglicht eine hohe Anschlussquote, mit der ein wirtschaftlicher Ausbau erst ermöglicht wird. Es werden nur Netze errichtet, die auch im Betrieb tragfähig sind. Auch wenn der Ausbau im ersten Schritt wirtschaftlich nicht sofort nahezu flächendeckend möglich ist, wird das Netz dennoch so geplant, dass ein späterer Vollausbau nach dem Modell NÖ möglich ist.

Periphere Gebiete werden in einem zweiten Schritt durch Kommunalprojekte erschlossen. Dafür stellt das Land Fördermittel in Höhe von 100 Mio. Euro aus dem Wirtschafts- und Tourismusfond (WTF) bereit. Diese Mittel stehen ausschließlich Gemeinden und deren Rechtsträgern zur Verfügung. Innerhalb der Kommunalprojekte übernehmen die Gemeinden selbst – begleitet von der Breitbandkoordination – die Rolle des Projektträgers und können auch von nöGIG als Dienstleister unterstützt werden. Seit 2023 wurden bereits 29 Projekte genehmigt, darunter etwa das FTTH-Netz Waldviertel, die Netze Mostviertel Nord und Mostviertel Ost sowie Projekte in Eschenau, Rohrbach an der Gölsen und Gresten.

Ihr Ansprechpartner

DI  Dr. Igor Brusic
Abteilung Wirtschaft, Tourismus und Technologie 

NÖ Breitbandkoordination
breitbandkoordination@noel.gv.at
St. Pölten, Landhausplatz1 Haus 14
Tel.: 02742/9005 – 16155

 

weiterführende Links

Ihre Kontaktstelle des Landes für Breitband

Amt der NÖ Landesregierung
Breitbandkoordination
Landhausplatz 1, Haus 14 3109 St. Pölten E-Mail: breitbandkoordination@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-15560

Letzte Änderung dieser Seite: 16.10.2026
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