stark spürbares Erdbeben im Raum Gloggnitz

Erdbeben der Stärke 4,5 (anfangs mit 4,4 angegeben) südlich von Gloggnitz am 1. Februar 2024 um 02.59 Uhr - aktuell sind keine Personen- und Sachschäden an der Infrastruktur (z.B. Strom, Wasser) bekannt (Stand 1. Februar 2024, 12.00 Uhr)

Bei dieser Stärke ist mit leichten Gebäudeschäden zu rechnen (z.B. sichtbare Mauerrisse).

Laut dem österreichischen Erdbebendienst Geosphere Austria wurden über 2500 Erdbebenmeldungen und leichte Schäden an Privathäusern aus der Bevölkerung entgegengenommen. Nachbeben sind in den nächsten Tagen und Wochen in dieser Region möglich. 

Zuletzt wurde eine Erdbebenserie im Großraum Neunkirchen Wiener Neustadt im März und April 2021 wahrgenommen. Das stärkste Beben wurde am 30. März 2021 mit einer Stärke von 4,6 registriert. 2021 wurden leichte Gebäudeschäden registriert.

Das stärkste Erdbeben der letzten Jahrzehnte in Niederösterreich ereignete sich am 16. April 1972. Dieses Beben verursachte zahlreiche Gebäudeschäden im Industrieviertel und Wien, wo auch eine verletzte Person dokumentiert wurde.

ZAMG-Wetterwarnungen


Gefahren im Winter allgemein

Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über Gefahren, die vor allem im Herbst und Winter in Niederösterreich auftreten können. Bitte beachten Sie zu den einzelnen Gefahren im Bedarfsfall die tagesaktuellen Gefahreneinschätzungen der Geosphere Austria (vormals ZAMG) und der Fachabteilungen des Landes Niederösterreich.

Sturmtiefs in der kalten Jahreszeit - Aufenthalt im Freien meiden!

Das Sturmtief mit dem Namen "Zoltan" sorgte im Dezember 2023 von der deutschen Nordseeküste bis nach Österreich für schwere Schäden. Die Ausläufer des Sturmtiefs erreichten ab dem 21. Dezember Österreich und führten auch in Niederösterreich zu Schäden mit Windgeschwindigkeiten über 100km/h. Auf der Buchbergwarte bei Neulengbach und am Sonnwendstein im Semmeringgebiet wurden sogar Sturmböen mit über 150km/h gemessen.

Diese Sturmtiefs, große Tiefdruckgebiete, bilden sich bereits über dem Atlantik und können dadurch meist gut von den Wetterdiensten vorhergesagt werden. Der Deutsche Wetterdienst benennt diese Tiefdruckgebiete seit Jahrzehnten mit Vornamen, die im Vorhinein an Interessierte verkauft werden. Dadurch erinnert man sich etwa auch an "klingende" Namen von Sturmtiefs in Österreich, die schwere Schäden verursacht haben (Kyrill, Paula, Emma, usw.). Da die Sturmtiefs auch internationale Bezeichnungen bekommen, kann es hier durch die Nennung beider Namen zu Verwechslungen kommen.

Wenn diese Stürme auf das europäische Festland treffen sorgen sie meist schon in Großbritannien, Deutschland und Frankreich für schwere Schäden. Die Ausläufer dieser Sturmfronten erreichen auch mehrmals pro Jahr Österreich und können Schäden auch bei uns verursachen. Dabei treten Windgeschwindigkeiten größer 100km/h auf und das über mehrere Stunden oder sogar Tage. Da die Vorhersage relativ zuverlässig ist, sollte es möglich sein vorsorglich gefährdete Gegenstände, wie z.B. Plakatständer, Gartenmöbel und Kindertrampoline, rechtzeitig zu sichern.
Auch Personen sind bei Sturm gefährdet. Menschen werden meist durch umstürzende Bäume, herabfallende oder herumfliegende Trümmer und Gegenstände verletzt oder sogar getötet. So starben z.B. beim Orkan "Kyrill" im Jänner 2007 über 40 Menschen in Europa. Daher sollte während eines Sturms  der Aufenthalt im Freien vermieden werden. Ab 117km/h spricht die Meteorologie von einem Orkan. Bei diesen Windgeschwindigkeiten ist auch mit Schäden an Dächern und im Forst (großflächige Windwürfe) zu rechnen.
Beachten Sie im Herbst und Winter auch die veränderten Straßenverhältnisse durch Glatteis, Schnee und schlechte Sicht.

 

 

Winterliche Landschaft

extreme Schneefälle und Wind bedeuten hohe Lawinengefahr

Gerade im Herbst können erste Schneefälle bereits zu Einschränkungen im Straßenverkehr führen. 

Solange Bäume noch belaubt sind führen die ersten Schneefälle auch zu Ast- und Baumbrüchen. Meiden Sie den Aufenthalt in der Nähe von Bäumen. Beachten Sie die Lawinengefahreneinschätzung des Niederösterreichischen Lawinenwarndienstes.


Weitere Informationen

 

Ihre Kontaktstelle des Landes für Zivil- & Katastrophenschutz

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Feuerwehr und Zivilschutz
Langenlebarner Strasse 106 3430 Tulln E-Mail: post.ivw4@noel.gv.at
Tel: 02742/9005 - 13352
Fax: 02742/9005 - 13520
Letzte Änderung dieser Seite: 1.2.2024
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